Es waren einmal …

… zwei alte Fahrräder, die hießen Amelie und Willi.

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Traurig standen sie im dunklen Keller und erinnerten sich an bessere Zeiten …

Wie sie durch Wälder, über Felder, an Flüssen entlang, durch belebte Straßen geradelt waren. Sie erinnerten sich an Sonne, Regen, Blumen und Lachen, und wie sie regelmäßig geputzt und gepflegt wurden.

Nun standen sie seit vielen Jahren vergessen in der Dunkelheit. Sie waren verstaubt, ihre Mäntel und Schläuche waren porös, die Luft war raus.

Doch eines Tages geschah etwas Aufregendes … 

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Amelie wurde von starken Männerhänden aus dem Keller befreit. Sie wurde geputzt, bekam neue Schläuche und schicke Mäntel. Ihre Schaltung wurde gereinigt und gangbar gemacht, die Bremsen wurden in Ordnung gebracht und die defekte Klingel wurde ersetzt.
Zwei Wochen später radelte sie strahlend über die Felder, ließ sich den Wind um die Speichen wehen und genoss die Sonne. Das Leben war herrlich.

Aber was war mit Willi, der nun ganz allein in der Dunkelheit sein Dasein fristete?

Auch er wurde schließlich überraschend ans Tageslicht geholt und rundumerneuert. Er war etwas angeschlagener als Amelie, doch am Ende strahlte er genauso wie sie.

Gemeinsam radelten sie nun in der Sonne, vorbei an Feldern, über Brücken und Straßen, begleitet vom Lachen der Menschen, die auf ihnen saßen.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann radeln sie noch heute und genießen das Leben …

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Dank Herrn Buchstabenwiese sehen die alten Fahrräder aus wie neu.

Anfangs sackte der tolle Sattel von Willi immer wieder ab, weil die Schraube nicht hielt. Armer Herr Buchstabenwiese … ein Huckel und zack saß er eine Etage tiefer … aua …
Was haben wir gelacht. Ich jedenfalls.  

Immer wieder drehte mein Held die Schraube fest und fester, doch sie wollte einfach nicht halten. Dann ließ sich nichts mehr festdrehen, denn nach ganz fest kommt ganz los. Fast hätte er ohne Sattel nach Hause radeln müssen, doch glücklicherweise befanden wir uns bei den Schwiegereltern und er konnte sich einen Fahrradsattel ausleihen.
Schließlich fand er heraus, dass das Sattelbefestigungsteil einen Riss hatte … die Schraube hätte nie gehalten. Zum Glück ließ sich das passende Ersatzteil besorgen.

Nun sitzt Herr Buchstabenwiese fest im Sattel. 

Es macht erstaunlich viel Spaß gemeinsam durch die Gegend zu radeln.

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Ja, mir san mit’m Radl da … ♫ ♪ ♫ …  ja, mir san mit’m Radl da … ♪ ♫ ♪ *träller*

Ich wünsche euch ein zauberhaftes Wochenende und vielleicht viel Spaß beim Radeln. 

Martina Hildebrand 

 

 

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Über buchstabenwiese

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34 Antworten zu Es waren einmal …

  1. giftigeblonde schreibt:

    Sehr, sehr toll! Dein Mann!!! Für die Räder freuts mich ganz besonders ggg

    lg Sina

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  2. nixe schreibt:

    Radeln mag ich auch gern, hier bin ich diejenige, die sich um das Wohl der Fahrräder kümmert 😉
    Meine Oldie ist Baujahr 1946…ein ganz altes NSU Rad, aber läuft sehr leicht.
    Sattel ist für mich auch das Wichtigste 😉
    Liebe Grüße
    von der Nixe

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    • buchstabenwiese schreibt:

      Schön, wenn man das kann, liebe Nixe. 🙂
      1946 wow! Finde ich cool. Wenn es in Ordnung ist und gut läuft, spielt es ja keine Rolle, wie alt ein Rad ist. Aufpimpen geht immer, wenn das Rad an sich prima ist. 🙂 Und neu ist nicht immer besser heutzutage. NSU Rad habe ich auch schon mal gehört, aber ich kenne mich nicht so gut damit aus.
      Oh ja, der Sattel ist wichtig. Sonst tut der Popo weh. 🙂 Herr Buchstabenwiese hat einen, der so schön federt. War schon am Fahrrad, das noch von meinem Paps ist, ist also auch schon älter, aber es ist wirklich ein guter Sattel. Ich bekomme irgendwann auch noch mal einen anderen, aber im Moment komme ich gut klar. Irgendwas hat Herr Buchstabenwiese schon wieder für die Fahrräder geplant. Ich glaube, er hat ein neues Hobby gefunden. 🙂

      Liebe Grüße und gutes Radeln 🙂
      Martina

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  3. wordsfromanneli schreibt:

    You had me laughing and I’m still smiling as I write this. Happy biking, Martina.

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  4. kowkla123 schreibt:

    Radfahren macht echt Spaß, wenn alles gut vorbereitet ist und das Rad in einem guten Zustand ist, einen guten Sonntag, Klaus

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  5. helago schreibt:

    Der Sattel ist ein enorm wichtiger Bestandteil beim Radln, allerdings sollte er auch irichtig eingestellt werden. Sieh mal hier:
    http://www.radbekleidung.eu/tipps/einstellung-fahrradsattel.html
    Ich denke es gibt in euerem Haushalt eine Wasserwaage, die solltet ihr vielleicht dazu benutzen.
    Oft führt ein falsch eingestellter Sattel zu Verdruss (will sagen der Popo tut weh).
    Ich habe meinen Kilometerzähler neu justieren lassen und nun kann eigentlich nichts mehr für eine lange Tour im Wege stehen. Leider habe ich noch keine Haushaltshilfe gefunden, die mir die Wäsche bügelt. Irgendwann ist es einfach erforderlich gewesen, sonst habe ich bald nix mehr zum Anziehen.
    Ach ja, radeln hält gesund und fit, das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen.
    Nächste Woche brauche ich nur 3 Tage arbeiten…. Das sind doch gute aussichten.

    Salut
    Helmut

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    • buchstabenwiese schreibt:

      Hallo, lieber Helmut.
      Danke, den Link werde ich mal an den hauseigenen Fahrradmechaniker Herrn Buchstabenwiese weitergeben, der ein neues Hobby gefunden hat. Nein, nicht das Fahrradfahren sondern das Herumschrauben am Fahrrad. 🙂
      Jep, eine Wasserwaage ist im Haus.
      Herr Buchstabenwiese hat auch eine 3-Tage-Arbeitswoche. *freu* Dann ist wieder mehr Zeit zum Fahren. Das sind wirklich gute Aussichten.

      Liebe Grüße,
      Martina

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  6. einfachtilda schreibt:

    Das ist ein sehr schöner, auch lustiger Beitrag. Nicht auszudenken, wenn Herr Buchstabenwiese noch gestürzt wäre, von wegen defekter Schraube :mrgreen:
    Ist ja alles noch einmal gutgegangen und ich wünsche dir / euch angenehmes Radeln durch den Sommer.

    GLG Mathilda ❤

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  7. Emily schreibt:

    Die Bilder sind so schön und dein Bericht erst einmal! Ja wer hat die Räder denn auf Vordermann gebracht? Ich frage ja nur so *pfeiffflöt* 😉
    So kann es weiter gehen!

    Viele liebe Grüße, Emily

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    • buchstabenwiese schreibt:

      Danke schön, liebe Emily. 🙂
      Herr Buchstabenwiese, mein Held, hat die Fahrräder auf Fordermann gebracht. 😉 Bis auf meine Gangschaltung (also die von meinem Fahrrad 😉 ), die haben wir von einem Fachmann machen lassen.

      Herzliche Grüße,
      Martina

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      • Emily schreibt:

        „Meine“ Gangschaltung muss auch dringend überarbeitet werden. Ich kann neuerdings nur noch im 3. Gang fahren. Vermutlich ist es auf die Seite gekippt.

        Liebe Grüße, Emily

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        • buchstabenwiese schreibt:

          Nur ein Gang kann anstrengend werden. 🙂
          Bei „meiner“ Gangschaltung war nach den vielen Jahren des Rumstehens das Fett in der Schaltung hart geworden, daher funktionierten von 21 Gängen nur noch zwei und es ließ sich auch nichts einstellen. Da muss man erst mal drauf kommen. 🙂

          Liebe Grüße,
          Martina

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        • Emily schreibt:

          So etwas geht auch? Na sieh einer an! Ich muss es demnächst unbedingt überholen lassen. So lange muss ich halt fester in die Pedale treten 😉

          Hab einen schönen Abend, liebe Martina!

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        • buchstabenwiese schreibt:

          Ja, das geht auch, liebe Emily. 🙂
          Wir wären da auch nicht drauf gekommen. Nun gehen wieder alle Gänge.
          Viel Spaß beim feste in die Pedale treten. 😉

          Liebe Grüße,
          Martina

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  8. kowkla123 schreibt:

    wünsche eine gute Woche, Klaus

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  9. Gabi schreibt:

    Das finde ich schön, dass Eure Fahrräder wieder „ans Licht“ durften und sie nun wieder „artgerecht“ verwendet werden. 🙂
    Meines fristet leider auch ein trauriges Dasein im Keller. Bin auch vor einigen Jahren noch sehr viel geradelt. Seit wir aber Kira haben, hat sich das aufgehört, weil ich dann eher mit ihr Spaziergänge mache. Beides hab ich dann irgendwie auch meist körperlich nicht mehr so richtig geschafft. Das tut mir aber zeitweise schon etwas leid.
    Mann radelt noch und Sohn sowieso sehr viel, weil er gar kein Auto hat.
    Wünsche Euch noch viel Spaß beim radeln.
    Liebe Grüße
    Gabi

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    • buchstabenwiese schreibt:

      🙂 Ja, im dunklen Keller, das war wirklich keine artgerechte Haltung. *grins*

      Mir ging es ähnlich, da wir Pepper haben, hatten Spaziergänge natürlich immer Vorrang. Eine Zeit lang hätte ich beides auch nicht so geschafft. Da war ich nach der Hunderunde schon total K.O.
      Ich habe auch jetzt manchmal ein schlechtes Gewissen, wenn wir mit dem Fahrrad fahren und Pepper Zuhause lassen müssen. *seufz* Ich würde ihn ja ab und zu mal mitnehmen, es mal versuchen, wir sind ja hier gleich bei den Feldern, wo er frei laufen kann, aber für so was ist er mit seinem Beinchen zurzeit nicht fit genug. 😦

      Danke schön. 🙂

      Liebe Grüße,
      Martina

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  10. mitlucyumdenblog schreibt:

    Herrlich – die Welt aus Radl-Sicht 🙂 Ich fahre im Alltag ganz viel Fahrrad, bei Wind und Wetter. Das tut gut 🙂 ! Aber längere Radtouren oder gar Mountainbiken mag ich nicht -. hier ist´s bergig und ich hab´ bloß ein altes Hollandrad aus Münsteraner Zeiten. Damit bin ich aber hier der HIT, denn gerade werden diese Modelle ja wieder modern. 1001 Grüße von Sylvie mit Lucy

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    • buchstabenwiese schreibt:

      Freut mich, dass es dir gefällt, liebe Sylvie. 🙂

      Oh … bergig … na da wüsste ich auch nicht, ob ich da längere Radtouren machen wollte. Eher nicht. Hier, so direkt neben Holland, ist es ja überwiegend flach. Mir reicht es schon, wenn es „bergauf“ geht, wo man gar kein bergauf sehen kann, es nur an den Oberschenkeln merkt, dass es nicht ganz flach ist. Und die kleinen Steigungen, wenn man über eine Brücke muss. Das reicht für unsere untrainierten Oberschenkelfahrrad- und Kniemuskeln völlig aus. 🙂 Da helfen die Spaziergehmuskeln so gar nicht weiter. Klappt aber immer besser. 🙂
      Hat ein Hollandrad eigentlich auch mehrere Gänge?

      Liebe Grüße,
      Martina

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      • mitlucyumdenblog schreibt:

        Oh, das weiß ich gar nicht. „Hollandrad“ ist für mich jedes Fahrrad, dass einen bequem gepolsterten „Omi“-Sattel hat, einen tiefen Einstieg und so einen nach vorne gebeugten Lenker, damit man selbst den Rücken nicht „buckeln“ muss. Das Original heißt – glaube ich – „Gazelle“. Meine Tochter hat eine Gazelle. Die sind hier bei uns gaaaanz selten. Die meisten Fahren Mountain-Bikels oder Verschnitte. Ich habe so was ganz „Olles“ – mit Gangschaltung, die nicht funktioniert. Ich muss IMMER im 4. Gang fahren 😉 LG!

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        • buchstabenwiese schreibt:

          Ach so. 🙂 Dann habe ja vielleicht auch ein „Hollandrad“, nur mit 21 Gängen, und dann noch französisch. Oder ist es dann ein Franzosenrad? 🙂
          Die 21 Gänge mussten übrigens auch erst wieder gangbar gemacht werden. Es gingen nur noch zwei Gänge. Bei meiner Gangschaltung war einfach nur das Fett in der Schaltung hart geworden, daher konnte man nicht mehr schalten. Das musste „sauber“ gemacht werden und wohl etwas neu eingeölt oder so was. Nun funktionieren wieder alle. Die Gangschaltung muss also nicht kaputt sein. 🙂 Bei dem anderen Rad mit 7 Gängen war das genau so.

          Liebe Grüße,
          Martina

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  11. arabella50 schreibt:

    Schön gemacht!

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  12. Träumerle Kerstin schreibt:

    Da bekomme ich ja fast Tränen der Rührung in den Augen liebe Martina. So ähnlich muss sich mein Rad fühlen, wenn es all die langen grauen Wintermonate in der Garage verstaubt, dann endlich im Frühling wieder hinaus darf. Hach, ich verspüre gleich Lust aufs Radeln, aber beim derzeitigen Wetter ist nix zu machen.
    Liebe Grüße von Kerstin.

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    • buchstabenwiese schreibt:

      Oh, das freut mich, dann habe ich alles richtig gemacht, liebe Kerstin.
      Dein Rad wartet bestimmt schon sehnsüchtig darauf, dass es wieder an die frische Luft darf. 🙂
      Bei uns war das Wetter in der letzten Woche auch nicht so doll, viel Regen, aber davor war es mal schön gewesen und jetzt geht es zwischendurch auch immer wieder mal.

      Liebe Grüße,
      Martina

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Immer her mit den Buchstaben. :-) Danke schön. ♥

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