Miss Marple löst den Fall …

P1620361-WebWie gut, dass Miss Marple im Haus war. Mit ihrem messerscharfen Verstand hat sie den Fall gelöst, während Sherlock Holmes im Café Sherlock saß, ein Pfeifchen rauchte und sich um einen anderen Fall kümmerte. 

Doch wer ist ermordet worden und wer war der Mörder?

Da wir keine Leiche finden konnten, war zunächst nicht sicher, ob überhaupt ein Mord stattgefunden hatte. Aber, ich bitte euch, es ist ein Krimihotel, natürlich gab es einen Mord …

Aber warum konnten wir die Leiche nicht finden?  

Nun, das ist leicht erklärt: Das Mordopfer war unsichtbar, daher konnten wir seine Leiche natürlich nicht finden. Logisch. Und es gab nur eine einzige unsichtbare Person im Hotel, den Gärtner. Ja, der unsichtbare Gärtner wurde vergiftet und saß – völlig unsichtbar – in Sherlocks verlassenem alten Sessel. Miss Marple hatte bemerkt, dass der Sessel auf einer Seite eingedrückt war, so als säße dort jemand. Gut, dass ich mich nicht reingesetzt habe.

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Wer hat den Gärtner ermordet und warum?

Zunächst war Miss Marple aufgefallen, dass sie das Zimmermädchen und die Mönchsfrau nie zusammen gesehen hatte. Das kam ihr verdächtig vor. Daher hat sie sich ganz zufällig im Kabuff des Zimmermädchens verirrt und dort eine Mönchskutte gefunden. Die Mönchsfrau und das Zimmermädchen waren tatsächlich ein und dieselbe Person.

Warum verkleidete sich das Zimmermädchen als Mönch?

Miss Marple fand heraus, dass die Mönchsfrau sich auf diese Weise Zutritt zum Klosterkeller verschafft hatte, um Arsen zu besorgen, womit sie den Gärtner vergiftet hatte.

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Aber was war das Motiv?

Das Zimmermädchen war unsterblich in den unsichtbaren Gärtner verliebt. Dieser hatte ihr den Kopf verdreht und ihr das Gefühl gegeben, etwas Besonderes zu sein. Er machte ihr Komplimente und deutete an, dass sie seine große Liebe sei.

Nach einer Weile fand sie heraus, dass der Gärtner sie benutzt hatte, um an den Generalschlüssel für die Zimmer zu kommen. So konnte er die Hotelgäste um Geld und Schmuck erleichtern. Natürlich wurde er nie erwischt, weil er ja unsichtbar war. Doch sie kam ihm auf die Schliche. Sie roch sein After Shave in einem der Zimmer, in dem Geld abhanden gekommen war, und wusste, dass nur er der Dieb sein konnte. Außerdem hatte sie bereits mehrfach ihren Generalschlüssel vermisst, nachdem er mit ihr geturtelt hatte.

Sie stellte ihn enttäuscht zur Rede, doch der Gärtner erzählte ihr, er würde das alles ihretwegen tun. Er würde sie lieben und wolle mit ihr den Rest seines Lebens verbringen. Doch er hätte kaum Geld, um selbst über die Runden zu kommen. Er wolle ihr ein besseres Leben bieten, das hätte sie verdient. Sobald er genug Geld hätte, würden sie zusammen von hier weggehen und heiraten.

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Das Zimmermädchen war so verliebt und gerührt, dass sie ihre moralischen Bedenken über Bord warf und mitspielte.

Doch eines Tages hörte sie ihren Liebsten mit einem unbekannten Mann flüstern. Sie hörte, wie sie lachten, als ihr geliebter Gärtner von dem dusseligen Zimmermädchen erzählte, das auf seine Liebesschwüre hereinfiel.

Sie hörte noch mehr … Es stellte sich heraus, dass der Gärtner schwul war, was so einiges erklärte. Von wegen bis zur Hochzeitsnacht warten, da sie etwas ganz Besonderes für ihn sei … Er und der unbekannte Mann im Anzug waren ein Liebespaar. Die beiden waren Gauner, die von Hotel zu Hotel zogen.
Während der Unsichtbare als Gärtner in den Hotels arbeitete, mit Zimmermädchen anbandelte, um an die Schlüssel zu kommen, und die Gäste ausraubte, zog der unbekannte Mann als Gast ins Hotel. So konnte der Gärtner das Diebesgut im Zimmer seines Liebsten deponieren und war frei von jeglichem Verdacht.

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Es brach dem Zimmermädchen das Herz, so benutzt und betrogen worden zu sein. Sie sann auf Rache. Sie zog eine Mönchskutte an, verschaffte sich Zutritt zum Klosterkeller, entwendete das Arsen und vergiftete den Gärtner.

Arglos trank er den Wein, den sie ihm in Sherlocks Sessel serviert hatte …

Und der Hinweis auf den Nebelmörder?

Ein Ablenkungsmanöver. Der Nebelmörder bot sich an, da dieser gerade sein Unwesen trieb.

Um die Überführung des Nebelmörders hatte sich übrigens Sherlock Holmes inzwischen gekümmert. Zu diesem Zweck hatte er sich mit Dr. Watson im Café getroffen. 

P1620364-Web3Aber was war mit dem feindlichen Agenten?

Der war gar nicht so feindlich, wie angenommen. Er gehörte zu Interpol und war dem Gaunerpärchen bereits auf den Fersen. Er war kurz davor, die beiden zu verhaften, als ihm das Zimmermädchen mit dem vergifteten Wein dazwischenfunkte. Immerhin konnte er nun die eine Hälfte des Gaunerpärchens, den unbekannten Mann, zur Rechenschaft ziehen.

Und der Polizist? Warum war die Tür verschlossen?

Na ja, das war so eine Sache … angeblich gab es einen Einsatz …
Doch es stellte sich heraus, dass er mit seinem Kollegen zur Pommesbude gefahren war …

Und die Fledermaus … 

… die hat scheinbar alles verschlafen. Ob sie nun ein Vampir ist oder nicht, das wird allerdings vorerst ein Rätsel bleiben …

    Damit wäre der Fall gelöst.

Irgendwie machen Krimis hungrig, meint ihr nicht auch? Was haltet ihr davon, wenn wir etwas essen gehen …

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Wir haben im Restaurant des Krimihotels einen Tisch reservieren lassen. Kommt doch einfach mit …

Fortsetzung folgt … 

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Ich wünsche euch ein entspanntes Wochenende,

Martina Hildebrand   

 

 


Die Krimireise:

 Teil 1  – Der Beginn einer mörderischen Reise …

  So zwischendurch – Krimihotel – Bilderrätsel  & Die Auflösung

 Teil 2  – Tatort Krimihotel – Die Suite

 Teil 3  – In den Gängen des Krimihotels

 

 

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40 Antworten zu Miss Marple löst den Fall …

  1. Pingback: Tatort Krimihotel – Die Suite | Buchstabenwiese Blog

  2. minibares schreibt:

    Die gute Miss Marple, wie schön, dass sie den Fall gelöst hat.
    Ok, der Agent war auch erfolgreich, wir sind ja nicht so.
    Au ja, nun bin ich hungrig….

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  5. einfachtilda schreibt:

    Oh je, eine Henkersmahlzeit, aber ihr lebt ja noch, scheint dann wohl doch schmackhaft gewesen zu sein.
    Was Frauen aus Rache so alles tun…..das könnte ich nicht. Lieber einen Monat heulen und dann ist gut.
    Aber super und spannend geschrieben!!!!!!!!!!!!!!

    GLG Mathilda ☺ ♪ ☼ ♫ ♥

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    • buchstabenwiese schreibt:

      Wir haben es überlebt, liebe Mathilda. 🙂
      *lach* Die einen heulen, die anderen morden halt. *grins*
      Na ja, die mordenden Frauen sind wohl eher in der Unterzahl. 😉
      Danke schön, und das von dir als Nicht-Krimifan. Das freut mich besonders. ♥

      Ganz herzliche ♥ Grüße,
      Martina

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  6. wordsfromanneli schreibt:

    You should write a book, Martina!

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  7. Sadie schreibt:

    Hallo Martina,
    gerne komme ich mit in das ominöse „Krimirestaurant“ ich werde es hoffentlich überleben,
    oder brauche ich einen Vorkoster?
    Wunderschönes WE für dich.
    Sadie

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    • buchstabenwiese schreibt:

      Das freut mich, liebe Sadie.
      Ich bin sicher, dass du das überleben wirst. Glaube ich … 😉
      Ein Vorkoster kann nie schaden. *grins*
      Danke schön, ich wünsche dir einen zauberhaften Sonntag.
      Liebe Grüße,
      Martina

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  8. kowkla123 schreibt:

    War schön hier bei dir, Klaus

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  9. Beate Neufeld schreibt:

    Ein unsichtbarer Gärtner, sehr raffiniert! Danke für die spannende Auflösung und einen schönen Abend wünsche ich Dir, liebe Martina.

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    • buchstabenwiese schreibt:

      Aber gerne, liebe Beate und herzlichen Dank.
      Ich wünsche dir einen traumhaften Sonntag.
      Ich bin gerade nicht so sicher, ob ich deinen Geburtstag gestern verpasst habe oder ob der heute ist. Muss ich mal nachsehen.

      Liebe Grüße,
      Martina

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  10. Anna-Lena schreibt:

    Ein spannendes Hotel. Da würde ich auch gern mal auf Entdeckungsreise gehen.
    Liebe Grüße in den Montag,
    Anna-Lena

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  11. kowkla123 schreibt:

    Miss Marple ist fleißig, einen schönen Tag wünsche ich dir, Klaus

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  12. Gabi schreibt:

    Die gute Miss Marple. Die hat halt ein Auge für alles. Und wie so oft ist verschmähte Liebe im Spiel.
    Das war ja richtig spannend. Konntet Ihr da überhaupt schlafen? 🙂
    Liebe Grüße
    Gabi

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  13. Träumerle Kerstin schreibt:

    Ich habe Miss Marple geliebt. Sie hatte einen feinen trockenen Humor und erinnerte mich immer an meine Oma. Und in schwarz-weiß wirkten die alten Filme ja noch gruseliger.
    Liebe Grüße von Kerstin.

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  14. ernstblumenstein schreibt:

    Deine Fantasie ist schon sehr beachtlich, liebe Martina. Ich frage mich, was ich anstellen würde, wenn ich unsichtbar sein könnte. Wie unrecht hatte doch Reinhard Mey, als er seinen Hit textete und sang; Der Mörder ist immer der Gärtner!
    Grüess Ernst

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    • buchstabenwiese schreibt:

      Ich danke dir, lieber Ernst. 🙂
      Oh, man könnte eine Menge anstellen, positiv wie negativ. Unsichtbar sein hat nur einen Nachteil … man wird nicht gesehen. 😉 Und gesehen werden möchten wir doch alle irgendwie.

      Ich höre gerade mal Reinhard Mey. Das Lied kannte ich nämlich noch gar nicht. 🙂
      Aber dieses Mal hatte er wirklich unrecht. Obwohl der Gärtner ja trotzdem ein Schuft war. 😉

      Liebe Grüße,
      Martina

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      • ernstblumenstein schreibt:

        ok, aber vielleicht war das Zimmermädchen auch zu wenig emanzipiert oder macht Liebe heutzutage immer blind? Gärtner eignen sich für verschiedenste Krimirollen, warum, weiss ich auch nicht.
        Siehst Du, man(n) (frau) hat nie ausgelernt. 😉
        Liebi Grüess Ernst

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        • buchstabenwiese schreibt:

          Liebe hat in gewisser Weise immer schon blind gemacht, nicht nur heute. Die Geschichtsbücher sind voll davon. 🙂

          Aber der Gärtner war definitiv ein Schuft und auch ein Betrüger. Er hat die Gäste bestohlen und das Zimmermädchen eindeutig getäuscht, belogen und für seine Zwecke benutzt. Und das offenbar geschickt, denn sonst wäre sie nicht darauf reingefallen. 🙂 Dennoch … das Zimmermädchen hätte den Betrug natürlich nicht mitmachen dürfen und sich von einem Mann nicht zu so was verleiten lassen dürfen.
          Sie hat sich offenbar sehr nach Liebe gesehnt und war nicht selbstbewusst genug dem Gärtner die Stirn zu bieten. Wer weiß, welche Enttäuschungen sie schon in ihrem Leben erlebt hat, dass es sie dermaßen getroffen hat, sogar einen Mord zu begehen. Sie war halt schwach. Denn darüber sind wir uns sicher einig, als starke Frau hätte sie auch weniger dramatisch Rache nehmen können, indem sie den Gärtner und seinen Liebsten an die Polizei ausgeliefert hätte. 😉

          Oh ja, so einen Gärtner kann man für viele Rollen gebrauchen. *lach* Da fallen mir so einige ein.

          So ist es. Meine Tante sagte immer: Du kannst alt werden wie eine Kuh und lernst immer noch dazu. 🙂

          Liebe Grüße,
          Martina

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        • ernstblumenstein schreibt:

          Zu deiner Tante *lach* : ich bin alt geworden wie ein Stier und lerne immer noch hier 🙂
          Danke für deine Ausführungen, jetzt muss ich Kräuter in der Wiese holen, wir färben heute Ostereier. Wir umwickeln die Eier mit Kräutern, Löwenzahn-und anderen Blüten und kochen sie in einer Zwiebelschalenbrühe. Die Eier werden so wahre Kunstwerke. Frohe Ostern Dir und deinem Angetrauten. Ernst

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        • buchstabenwiese schreibt:

          Auch Stiere lernen also noch. 😉
          Die Art Eier zu färben klingt interessant. Das muss ich mir mal fürs nächste Jahr merken. 🙂

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        • ernstblumenstein schreibt:

          ja Stiere auch, nicht nur Kühe… , wir leben im Zeitalter der Gleichberechtigung 🙂 *lach*

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        • buchstabenwiese schreibt:

          Gleichberechtigte Stiere … 😀

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Immer her mit den Buchstaben. :-) Danke schön. ♥

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