Vergänglichkeit

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Der März entschlüpft meiner Welt, ein letzter Zipfel flattert noch im Wind.

Wie kostbare Seide bedeckt ein Nebelschleier den Himmel.
Die Sonne schimmert matt hindurch und verbreitet ein sanftes Licht.
Erste Rapsblüten recken sich ihr entgegen, und bald werden sie ein einziges Leuchten sein, ein Meer schillernder Verlockungen.
Hummeln und Schmetterlinge werden sich in ihrem Leuchten baden, sich gierig am Nektar laben, während die Welt drum herum im Dunst der Gewöhnlichkeit versinkt.

So wie selbst der hellste Stern irgendwann verglüht, so wird auch diese Pracht verblassen, welken und verkümmern. Hummeln und Schmetterlinge werden weiterziehen und sich der Schönheit anderer Pflanzen zuwenden.
Bald werden nur noch vergilbte Blütenblätter auf trockener Erde an das einstige Funkeln erinnern.

Doch im Verborgenen werden Samen wachsen und irgendwann wird irgendwo erneut ein Leuchten die Welt erhellen.

So wird die Vergänglichkeit zu einem Teil der Ewigkeit …

Martina Hildebrand

 

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Über buchstabenwiese

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38 Antworten zu Vergänglichkeit

  1. kowkla123 schreibt:

    sehr schön ist das geschrieben, alles Gute, KLaus

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  2. einfachtilda schreibt:

    Toll ge – und beschrieben, auch ein wenig wehmütig.
    Hab es gut und einen schönen Tag.

    LG Mathilda ♥

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  3. Sadie schreibt:

    Hallo Martina
    Diese Zeilen sind dir wirklich sehr schön, lebensnah und irgendwie berührend.
    „Jeder Augenblick ist ein Teil der Ewigkeit“
    Wünsche dir noch einen sonnigen Tag.
    LG Sadie

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  4. minibares schreibt:

    Liebe Martina, genau so ist es.
    Der März währt nur noch ein paar Tage, oh ja, dann ist er auch schon wieder Geschichte.
    Stimmt, die ersten Rapsblüten habe ich auch schon sehen können. Aber von weitem….
    Genau, der Kreislauf ist ein Touch der Ewigkeit.
    Ganz liebe Grüße
    Bärbel

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  5. Pauline schreibt:

    Einfach schööööööön, hat mich sehr berührt, das Vergehen und doch wieder das Neue ♥
    Hab einen wunderbaren Abend und ganz liebe Grüße von der ♥ Pauline ♥

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  6. Eluin schreibt:

    Liebe Martina,

    Danke dir. Einfach nur wunderschön.

    Alles liebe für dich
    Laura

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  7. twinsie schreibt:

    Diese gelb leuchtenden Rapsfelder sind jedes Jahr aufs Neue ein einziger Traum …..gelb , eine meiner Lieblingsfarben ist für mich DIE Frühlingsfarbe :-)!
    Liebe Grüße
    Eva

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  8. Michaela schreibt:

    Liebe Martine bitte verzeih mein langes Fernbleiben… Mir ging es nicht so toll aber langsam und sicher laufe ich wieder zu Bestform auf *gg*

    Dein Beitrag ist wunderschön und so sanft und liebevoll…
    Einfach nur schön…
    Ganz lieben Gruß, Michaela

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    • buchstabenwiese schreibt:

      Liebe Michaela,
      schon verziehen, obwohl es eigentlich gar nichts zu verzeihen gibt. 🙂 Ich wusste ja, dass du verletzt warst. Es freut mich, zu lesen, dass es dir wieder besser geht. ♥

      Danke schön, das ist ein wunderschönes Lob.

      Liebe Grüße zu dir,
      Martina

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  9. Anna-Lena schreibt:

    Das hast du sehr berührend geschrieben, liebe Martina 🙂 .
    Liebe Grüße ins Wochenende,
    Anna-Lena

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  10. Dornen schreibt:

    Danke Martina,
    Dein Beitrag hat mich sehr berührt.
    Seit dem Tod meiner Freundin bin ich ein wenig mehr nachdenklich geworden…
    Liebe Grüße
    Ika

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  11. helago schreibt:

    Ich wünschte mein Leben wäre auch schon Vergangenheit. Im Augenblick kotzt mich alles an.
    Doch wie heißt es so trefffend: das Leben ist kein Ponyhof.
    Salut
    Helmut

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    • buchstabenwiese schreibt:

      Na nü, lieber Helmut, was ist denn los? 😦

      Das Leben ist zwar kein Ponyhof, aber es gibt auf dieser Welt Ponyhöfe, auf denen man ein paar Tage oder Wochen oder Monate oder so verbringen kann. 😉
      Aber das hilft dir jetzt auch nicht weiter, schätze ich. Na ja, manchmal muss der Frust einfach raus.

      Ganz liebe ♥ Grüße zu dir,
      Martina

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  12. Emily schreibt:

    Sehr berührende Worte ♥

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  13. Marion schreibt:

    Liebe Martina,

    was für eine gelungene Kombination aus Bild und Worten. Herrlich!

    Liebe Grüße
    Marion

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  14. Brian68Channing schreibt:

    Liebe Martina,
    sicherlich verblasst manches, doch in unserem Herezn bleiben diese Farben lebendig, die der Frühling heute malt.

    Liebe Grüße
    Brian

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  15. Gabi schreibt:

    Das hast Du sehr schön geschrieben, liebe Martina. Der Frühling und seine Pracht vergehen überhaupt immer sehr schnell.
    Liebe Grüße
    Gabi

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  16. ernstblumenstein schreibt:

    Chapeau, dein Text gefällt mir ausserordentlich gut. Ohne Vergänglichkeit wäre die Natur nicht in der Lage, uns Hoffnung und ein neues Erblühen zu schenken.

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Immer her mit den Buchstaben. :-) Danke schön. ♥

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