Augenblicke

P1350651-Web2Die Tage zerbröseln und werden vom Zeitwind verweht.
Ich fange ein paar Brösel auf, stecke sie zu den bisher gesammelten in die Tasche und schreite voran.
Weiter und weiter.

Ich drehe mich um und sehe, wie der Pfad zu einem Bild wird. Es ist wie ein Traum, der mehr und mehr verblasst.
Durchscheinend, nicht real.
Nicht mehr.

Ich blicke nach vorn.
Verschiedene Wege blitzen auf. Einige scheinen klar und deutlich, sodass ich ein Stück von ihnen sehen kann.
Vielleicht aber ist es nur eine Illusion.  
Bei anderen sehe ich kaum etwas, weil Nebel die Sicht versperrt oder der Weg einen Knick macht.
So oder so, es ist ungewiss, wohin sie führen.
Es sind Möglichkeiten, mehr nicht.

Das Einzige, was bleibt, ist der Augenblick.
Er ist real.
Ihn spüre ich.
In ihm bin ich.
Bis auch er zu einem Bild wird …

Martina Hildebrand

Solch einen Augenblick, der zu einem Bild geworden ist, habe ich heute mal rausgesucht. Passend für diese Woche …

Einschulung © Martina Hildebrand

… denn hier werden in dieser Woche die Kinder eingeschult. i-Dötzchen nannte man bei uns die kleinen Schulanfänger.

Und das i-Dötzchen auf dem Foto, das bin ich. 

Leider erinnere ich mich überhaupt nicht an diesen Tag. So kann ich euch nicht erzählen, wie ich diesen Tag verbracht habe. Meine Eltern kann ich ja leider nicht mehr fragen.

Ich wünsche euch eine wunderschöne Woche voller lebendiger Augenblicke.

Martina Hildebrand 

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Über buchstabenwiese

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Dieser Beitrag wurde unter Die Zeit, Schöne Momente, Zeitreise abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

68 Antworten zu Augenblicke

  1. bayernpauline schreibt:

    Hallo, liebe Martina,
    Dein Beitrag ist so ruhig, ein anderes Wort finde ich jetzt nicht. Tut gut in dieser rastlosen Welt!
    I-Dötzchen, den Ausdruck kenne ich auch. Und Du schaust da auf dem Foto ziemlich genervt, vielleicht wegen der anderen Kinder, vielleicht auch, weil man Dich das 10. Mal aufgefordert hat, in die Kamera zu gucken. Eine schöne „Augenblick“-Aufnahme!
    Ganz liebe Grüße von der Pauline:-D♥

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    • buchstabenwiese schreibt:

      Hallo, liebe Pauline,
      schön, dass du wieder da bist. 🙂
      Dankeschön. Freut mich, dass er dir gefällt und gut tut.

      Ich habe nur zwei Fotos von dem Tag gefunden, jedenfalls nur zwei mit einer Schultüte, auf dem anderen gucke ich noch finsterer. 🙂 Bestimmt war ich genervt, weil die anderen Kinder schon reingingen, was man auf dem abgeschnittenen Teil des Fotos sehen kann, und ich noch dort posieren musste. 🙂

      Herzliche ♥ Grüße zu dir,
      Martina

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      • bayernpauline schreibt:

        Ich denke, inzwischen wirst Du etwas freundlicher auf den Fotos in die Welt schauen, liebe Martina.
        Wünsche Dir einen schönen Dienstag und sende Dir liebe Grüße von der Pauline:-D♥

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        • buchstabenwiese schreibt:

          Oh, ich kann noch immer so gucken, liebe Pauline. 🙂
          Aber normalerweise gucke ich freundlicher. Auch als Kind gibt es viele Bilder, auf denen ich ganz süß lächel. 😉 Nur keins mit Schultüte, obwoh ich gerne zur Schule gegangen bin. 🙂
          Dir auch einen schönen Dienstag.
          Liebe ♥ Grüße,
          Martina

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  2. einfachtilda schreibt:

    An meinen ersten Schultag kann ich mich noch genau erinnern…er war scheußlich 😀
    Mußte mit einem Jungen Hand in Hand in die Kirche gehen und dieser Junge hatte Segelohren, dafür kann er ja nix, aber ich auch nicht und fühlte mich ganz schön mies.
    Dann gab es Fotos und die sind so doof, weil ich so doof gucke, die zeige ich keinem.

    Hab eine gute Woche und liebe Grüße von Mathilda 😉 ♥

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  3. Aurélie schreibt:

    Du warst aber ein süßes i-Dötzchen. Und dein Gesicht ist eine einzige Kampfansage, die alle anderen in die Schranken weist. Komm mir nicht zu nahe, ich kann mich sehr gut verteidigen. 🙂

    Wunderbarer Text. Habe ihn bisher 3x gelesen und ich bin noch nicht fertig. Ich werde ihn so oft lesen, bis ich ihn verinnerlicht habe. 😉

    LG Aurélie

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    • buchstabenwiese schreibt:

      🙂 Danke schön, liebe Aurélie. Ich glaube, ich war auf dem Foto wohl etwas genervt. 🙂 Die anderen Kinder gingen offenbar schon ins Klassenzimmer, während ich da noch rumstehen musste, vermute ich einfach mal. 🙂

      Das freut mich. 🙂 Ich lese dann gelegentlich auch noch mal. 😉

      Liebe Grüße,
      Martina

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  4. Beate Neufeld schreibt:

    Einen sehr berührenden Text hast Du geschrieben, liebe Martina.

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  5. twinsie schreibt:

    Ein etwas genervtes i-Dötzchen ;-)…..kannte diesen Ausdruck gar nicht. Auch ich habe gar keine Erinnerung mehr an meinen ersten Schultag…..muss direkt mal in alten Fotos kramen, ob ich noch eines finde.

    Deine *Augenblickegedanken* sind sehr tiefsinnig!!!!!

    Wünsch dir eine angenehme erste Septemberwoche mit vielen schönen Augenblicken!

    Liebe Grüße
    Eva

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    • buchstabenwiese schreibt:

      Ja, liebe Eva, ein etwas genervtes i-Dötzchen. 🙂
      Ich glaube, der Ausdruck kommt auch aus unserer Gegend: Genau weiß ich es aber nicht.

      Danke schön. 🙂

      Ich wünsche dir ebenfalls eine schöne Woche mit vielen schönen Momenten.
      Liebe Grüße,
      Martina

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  6. marijap1 schreibt:

    Schön geschrieben Martina! Spricht mich an. Sowohl der Text als auch die Bilder. Eine schöne Herbstzeit wünsche ich dir! 🙂 Liebe Grüße,
    Marija

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  7. kowkla123 schreibt:

    ich finde das Bild echt gut, nach dem Motto, „wann geht es denn endlich los“, immer wieder schön, deine Geschichten, wunderschönen Dienstag, Klaus

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  8. Andrea Kording schreibt:

    Das ist ja ein tolles Foto, wirklich cooler Look, liebe Martina. Ich erinnere mich auch nicht an meinen ersten Schultag, nur über Fotos. Auf jeden Fall bin ich froh, das nicht noch einmal von vorne beginnen zu müssen:-). Liebe Grüsse Andrea

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    • buchstabenwiese schreibt:

      Danke schön, liebe Andrea. 🙂 Meine Mutter hat immer viel Wert auf schöne Kleidchen gelegt. 🙂 Und Rot war ihre Lieblingsfarbe. 🙂
      Nö, nochmal anfangen möchte ich auch nicht, obwohl ich die Schule mochte. Einmal reicht. 🙂
      Liebe Grüße,
      Martina

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  9. Träumerle Kerstin schreibt:

    Ich muss lachen liebe Matina. Glücklich schaust Du nicht grad aus 🙂 Und damals war entweder Deine Lieblingsfarbe Rot oder Deine Mutti hat das so bestimmt :mrgreen:
    Meine Schwester ist nur 1 Jahr jünger als ich. Wenn wir neue KLeidung bekamen, musste ich immer Blau tragen und sie bekam Rot. Ich kann mich noch an einen dunkelblauen Anorak erinnern, die eine Hälfte vom Reißverschluss vorn war rot, die andere gelb. Passend dazu bekam ich Halbschuhe. Dunkelblau mit roten und gelben Kanten. Ich hatte hellblaue und dunkelblaue Pullover, blaue Kleider, blaue Schleifen im Haar. Nur mein Schulranzen war dunkelrot, der meiner Schwester hellrot.
    Liebe Grüße von Kerstin.

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    • buchstabenwiese schreibt:

      Ja, das Rot ist auffallend, liebe Kerstin. 🙂
      Ich nehme an, dass ich keine Lust mehr hatte, fotografiert zu werden, während die anderen Kinder schon das Klassenzimmer eroberten. 🙂 Ist aber nur eine Annahme.
      Blau finde ich schön. 😉

      Liebe Grüße,
      Martina

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  10. Träumerle Kerstin schreibt:

    Aha – lese gerade in Deiner Antwort vor mir, dass Rot die Lieblingsfarbe Deiner Mutti war. Das erklärt meine Frage.

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  11. Marion schreibt:

    Da fiel mir ein: Meine Schultüte war auch rot. Meine Oma hatte sie gekauft und auch gefüllt. Und ich war sooo stolz drauf. Leider wurde sie im Elternschlafzimmer verwahrt und ich durfte immer nur eine Sache rausnehmen, dann wurde sie wieder weg geräumt. Mein erster Schultag hat mir sehr gefallen. Bei den weiteren realisierte ich dann, dass das jetzt immer so gehen soll und ich immer alleine hingehen muss, das gefiel mir dann weniger.
    Liebe Grüße
    Marion

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    • buchstabenwiese schreibt:

      🙂 Ja, Schule ist nicht nur eine Eintagsveranstaltung, liebe Marion. Das haben wir dann alles schnell erfahren müssen. 🙂
      Ich erinnere mich aber, dass ich gerne zur Schule gegangen bin.
      Och, das ist ja gemein, dir die Schultüte so einzuteilen. 🙂 Ich kann mich zwar nicht erinnern, aber ich denke, dass ich sie behalten durfte. Das war bei uns Zuhause nicht so streng. Allerdings gehörte ich nicht zu den Kindern, die alles auf einmal aufgegessen haben. Glaube ich. 🙂

      Liebe Grüße,
      Martina

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      • Marion schreibt:

        Ich bin auch gern in die Schule gegangen, aber nicht gleich zu Anfang. Da hat mich manches erst mal geängstigt, da ich vorher nicht im Kindergarten gewesen war.

        Ja, ich bin streng „gehalten“ worden. Ich hätte mehr gegessen, als mir in dem Moment vielleicht gut getan hätte, gerade weil ich sonst nie Süßes bekam, wurde bei uns einfach nicht eingekauft. Umso mehr freute ich mich über Omas Schultüte und fand es auch gemein, dass ich sie nicht verwenden darf, wie es mir gefällt.

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        • buchstabenwiese schreibt:

          Ich denke, wenn man vorher im Kindergarten war, dann ist es leichter, wenn es in die Schule geht. Da hat man den Trennungsschmerz schon in den ersten Tagen im Kindergarten erlebt und ist es inzwischen gewohnt Vormittags woanders zu sein. Vorallem auch mit vielen anderen Kindern zusammen zu sein.
          Ich war im Kindergarten und ich meine mich erinnern zu können, dass ich auch da gerne hingegangen bin.

          Liebe Grüße,
          Martina

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        • Marion schreibt:

          Das ist wohl so, dass der Kindergarten einen vorbereiten kann.

          Ich denke, beim Schuleintritt spürte ich erst so recht, wie verlassen ich mich manchmal fühlte. Erst als ich anfing Kontakte in der Schule zu haben bzw. Beziehungen aufnahm, auch zu Lehrern, fing sie für mich an ein bisschen zu tragen.

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        • buchstabenwiese schreibt:

          Manches braucht seine Zeit.

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  12. minibares schreibt:

    Wow, du hattest schon einen roten Tornister!
    Und die riesige Schultüte konntest du gerade so tragen, lach.
    Schick bist du!
    Alles in Rot-Weiss, super!
    I-Männchen, Kaffeekännchen….
    So wurde damals immer gerufen.
    Am Donnerstag ist es für die Schulanfänger soweit.

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    • buchstabenwiese schreibt:

      Ja, der sah schick aus, der Tornister, nicht wahr, liebe Bärbel? 🙂
      Danke schön. Hat meine Mutter gut ausgesucht, würde ich sagen.
      Jetzt, wo du es schreibst … ja, bei uns wurde I-Dötzchen, Kaffeeklötzchen gerufen. Was auch immer das bedeuten sollte. 🙂
      Ah, am Donnerstag also. Ich wusste doch, irgendwann in dieser Woche muss es soweit sein.

      Liebe Grüße,
      Martina

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  13. Gabi schreibt:

    Wieder ein sehr schöner Text.
    Das Wort i-Dötzchen kannte ich nicht. Finde den Ausdruck aber nett.
    Ich kann mich auch nicht mehr an meinen ersten Schultag erinnern. Ich weiß nur, dass es damals noch keine Schultüten gab.
    Liebe Grüße
    Gabi

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    • buchstabenwiese schreibt:

      Danke schön, liebe Gabi.
      Der Ausdruck ist wohl auch hier aus dem Rheinland, soll sich aber immer weiter ausbreiten, habe ich gelesen. Ich finde auch, dass es süß klingt. Passend für die Kleinen. 🙂
      Och, keine Schultüten? Gab es die nicht schon immer irgendwie?
      Das hat doch das Ganze versüßt. 🙂
      Aber heute wird ja auch ein riesiges Event aus dem ersten Schultag gemacht, bei dem Großeltern und Paten eingeladen werden. Mit Kirche, Schulaufführung und anschließender Feier. Das war zu meiner Zeit noch nicht so. Da wurde man eingeschult und so war das halt. Normal. Fast normal. 😉 Ein bisschen was Besonderes war es ja schon.

      Liebe Grüße,
      Martina

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      • Gabi schreibt:

        Stimmt. Bei uns ist bei der Einschulung noch alles recht unspektakulär verlaufen.
        Ich hatte wirklich keine Schultüte. Ich kann mich auch kaum erinnern, ob andere welche hatten. Ich glaube eher nicht. Und wenn, dann war das wahrscheinlich eher nur vereinzelt. Mein Sohn hatte auch schon eine.

        Hab hier was über die Geschichte der Schultüte gefunden:
        http://www.brauchwiki.de/Die_Schult%C3%BCte

        Den Brauch gibt es in Deutschland tatsächlich schon sehr lange. Wir Österreicher haben es dann auch von Euch übernommen. Aber es dürfte sich nur langsam ausgebreitet haben.
        Im Text steht folgendes: Leopold Schmidt, der diesen Brauch in Österreich detailliert untersuchte schreibt 1964 jedoch, „Dass die Ausbreitung der Schultüte in Österreich noch im Fluss sei“.
        Das könnte hinkommen, denn ich kam 1966 in die Schule und wie gesagt, ich glaube, da war es noch nicht wirklich üblich bei uns.

        Liebe Grüße
        Gabi

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      • Gabi schreibt:

        Sorry, nochmal ich. 🙂
        Wie schon erwähnt, i-Dötzchen find ich einen netten Ausdruck und hatte ich zuvor noch nie gehört oder gelesen. So einen nettes Wort haben wir in Österreich leider nicht. Da sagt man nur Erstklassler, oder Taferlklassler. Ich weiß nicht, ob man das in Deutschland auch sagt.
        Liebe Grüße
        Gabi

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  14. meinesichtderwelt schreibt:

    Deine Schultüte ist soooo süß, mit Schmetterlingen, Blumen, einem Kleeblatt als Glücksbringer? Wunderschön, und zu deinem Outfit kann ich nur sagen: sehr gelungen. Dein Gesichtsausdruck: kennen wir doch alle viel zu gut, damals waren wir noch Sturm und Drang, es sollte endlich losgehen, schnell, schnell. Keine Zeit für so SchnickSchnack wie Bilder. Als ob das jemals jemand sehen wollte … Heute sehen wir das Thema Zeit viel entspannter, wie dein wunderbarer Text beweist 🙂 Liebe Grüße schickt Doris

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  15. Gudrun schreibt:

    Vielleicht erinnern wir uns nicht an unseren ersten Schultag, weil wir viel zu aufgeregt waren.
    Es ist schon erstaunlich, dass alle (bei uns hießen die „i-Kackser“, dein Ausdruck klingt viel lieber :D) in die Schule wollten. Alle. Wenn doch diese Begeisterung bliebe!
    Weißt du, wie du kuckst? „So, jetzt aber!“
    Liebe Grüße aus dem Spinnstübchen

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    • buchstabenwiese schreibt:

      i-Kackser? *lach* Ja, da ist i-Dötzchen irgendwie liebevoller, liebe Gudrun. 🙂
      So, jetzt aber. Genau. 🙂 Ich war bestimmt ungeduldig und neugierig und Mama musste unbedingt noch ein Foto machen. Ich würde das auch so interpretieren. 🙂

      Liebe Grüße ins Spinnstübchen,
      Martina

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  16. pixelspielerei schreibt:

    Das ist ein wirklich zauberhaftes i-Dötzchen auf dem Foto! Tjaja, das erklärt vieles, liebe Martina! 😉

    Die zerbröselte Zeit lässt sich hoffentlich zu vielen erlebnisreichen und inspirierenden Sekunden, Minuten, Stunden und Tagen zusammensetzen!

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    • buchstabenwiese schreibt:

      Danke schön, liebe Pixelspielerin. 😉
      Das erklärt vieles? *grübel* Hoffentlich nur Positives. 🙂

      Ja, das hoffe ich auch, dass die Brösel halten, was sie versprechen und dass kein Loch in der Tasche ist. 🙂

      Liebe Grüße,
      Martina

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  17. Brian68Channing schreibt:

    Liebe Martina,
    solche Augenblicke bleiben in unserem Leben haften und wenn es auch nur Bilder sind. Aber auch heute gibt es Augenblicke – die sind nicht immer greifbar und auch nicht immer vor unseren Augen – und dennoch sind sie da. Wir brauchen nur daran denken, wie gut wir es haben und was wir haben dürfen.
    Liebe Grüße
    Brian

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  18. Waldameise schreibt:

    Und wie wahnsinnig schnell diese Augenblicke vergangen sind … und das Leben weiter ging … und immerzu weiter geht.
    Ein süßes Kleidchen trägst du, liebe Martina, und die Tüte sieht schwer aus. Ein schöner Tag war es sicher … auch die Sonne schien.
    Ich wüsste auch nichts mehr, wenn es nicht dieses eine kleine 8-mm-Filmchen davon gebe. Darauf sieht man, wie ungeheuer aufgeregt ich war und mich so gar nicht wohl fühlte zwischen all den vielen fremden Menschen, die an diesem Tag gekommen waren, um mit ihren Kindern, Enkeln, Nichten und Neffen etc. zu feiern. Diese Scheu vor vielen Menschen ist mir bis heute geblieben.

    Ein lieber Gruß
    von der Waldameise

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    • buchstabenwiese schreibt:

      Oh ja, das empfinde ich auch so, liebe Waldameise. Gerade war man noch ein Kind, das zur Schule ging und schon ist man ein riesiges Stück auf der Straße des Erwachsenenlebens gewandert. Wo sind sie alle hin, diese zahlreichen Augenblicke?

      Danke schön. 🙂

      Ich habe leider nur zwei Dias von diesem Tag gefunden. Das sah meinen Eltern eigentlich nicht ähnlich. Sie haben sonst immer reichlich fotografiert. Was mir einfällt … ich könnte meinen Neffen mal fragen, ob er noch Bilder hat, er ist mit mir zusammen eingeschult worden. 🙂

      Liebe Grüße zu dir,
      Martina

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  19. Michaela schreibt:

    Wunderschön philosophisch geschrieben und wenn man die Augen schliesst kann man bei deinen Worten die Gedanken ziehen lassen…
    Das Bildchen ist total niedlich…Mein erster Schultag ist auch nur noch Bruchstückhaft im Kopf. Das einzige das ich weiß das meine Klassenlehrerin ein Blumenmädchen war ( meine Einschulung war 1975 und uns mit der Gitarre , einem langen Blumenkleid und Stirnband begrüsste -lach-

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    • buchstabenwiese schreibt:

      Danke schön, liebe Michaela. *flüster*
      Möchte ja nicht beim Gedankenziehenlassen stören. 😉
      Das war aber eine tolle Klassenlehrerin. 🙂 Flower Power. *lach*
      Da kann ich mir vorstellen, dass man so was nicht vergisst.

      Liebe Grüße,
      Martina

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  20. Dodo schreibt:

    Liebe Martina
    ich weiss gar nicht, warum du so kritisch dreinschauen musstest – mich hat man um dieses Erlebnis des ersten Schultages gebracht, weil ich gerade eine ansteckende Krankheit hatte, die mich selbst durch die Medikamente allerdings nicht beeinträchtigte. So durfte ich nur die Hausaufgaben machen, die man mir täglich von diesem spannenden Ort meines Begehrens gebracht hat. Ich aber wollte unbedingt da hin – und bin dort ja bis heute geblieben! 😀
    Dein Text über die Zeit gefällt mir sehr! Darf ich ihn mir ausdrucken und gelegentlich unter Quellenangabe vorlesen? Er passt so sehr zu unserem Coachingkonzept.
    Herzliche Grüsse
    Dodo

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    • buchstabenwiese schreibt:

      Oh, das ist aber blöd, ausgerechnet am ersten Schultag krank, liebe Dodo.
      Ich weiß auch nicht, warum ich so kritisch dreinschaue. 🙂 Ich bin gerne zur Schule gegangen. Ich vermute mal, dass mir das mit dem Fotografieren zu lange dauerte und ich endlich ins Klassenzimmer wollte. 🙂

      Aber ja, du darfst das, liebe Dodo. Wir kennen uns schon so lange. 🙂 Es freut mich sogar, dass mein Text zu etwas Gutem beiträgt.

      Herzliche Grüße zur dir,
      Martina

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  21. Helmut schreibt:

    i-Dötzchen, dieser Ausdruck ist mir völlig unbekannt. Man kann ja auch nicht alles wissen… Ich erinnere mich allerdings noch genau, wie das war, am ersten Schultag. Und irgendwann wurden Fotos gemacht – mit einer geliehenen Schultüte. Sowas besassen die meisten Schüler nicht. Das Bild ist heute noch in meinem Besitz.
    Die Zeit verrinnt schneller, als mir manchmal lieb ist. Hängt es damit zusammen, daß wir älter werden und wir ein solches Gefühl haben….
    Und noch was kommt aus meiner Erinnerung hoch; ich wollte unbedingt neben dem Mädchen sitzen, mit dem ich in die schule kam. Aber NEIN, das war damals nicht gestattet. Das Resultat: es flossen Tränen und ich konnte sowas nicht verstehen….
    Liebe Grüße
    Helmut

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    • buchstabenwiese schreibt:

      Man muss auch nicht alles wissen, lieber Helmut. 🙂
      Wow, du kannst dich noch genau erinnern? Ich würde mich auch so gerne an den Tag erinnern, aber da ist absolute Leere bei mir.

      Na klar, dass die Zeit so schnell (je älter wir werden, desto schneller) verrinnt, das kommt uns so vor, weil wir vergleichen. Als Kind haben wir noch nicht so viel Zeit gelebt, da kommt uns alles viel langsamer vor. Aber je älter wir werden, desto mehr Zeit haben wir schon auf unserem gelebten Zeitkonto, wenn wir da vergleichen, kommt uns die Zeit, die wir haben immer weniger vor und sie scheint immer schneller zu verrinnen.
      Hmm … ob ich das jetzt verständlich erklärt habe? Vermutlich nicht. 🙂

      Liebe Grüße,
      Martina

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  22. Anna-Lena schreibt:

    Bei uns hieß es: i-MÄnneken. Meine Erinnerung daran ist auch so gut wie weg. Daswar ein Augenblick, den ich gern heute noch präsent hätte.

    Alles Liebe,
    Anna-Lena

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    • buchstabenwiese schreibt:

      i-Männeken klingt auch süß. 🙂
      Ich würde mich auch gerne daran erinnern, liebe Anna-Lena.
      Aber ich erinnere mich nur noch an vereinzelte Szenen in der Grundschule, die ich zeitlich gar nicht einordnen kann. Aber der Schultag ist definitiv nicht dabei.

      Alles Liebe,
      Martina

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  23. ernstblumenstein schreibt:

    Wir nannten sie Häfeli-Schüeler (die, die mit dem „Hafen“) in die Schule kommen, ein ganz lässiger Uebername, findest Du nicht. Zu deiner Foto: Du warst als Schülerin schon gross und deine schönen Gesichtszüge haben sich nicht verändert. Nur dein stechender, skeptischer Blick irritiert mich ;-), ok, alles klar, es war der 1. Schultag.
    Ich sende dir deinen lieben Gruss. Ernst

    Gefällt mir

    • buchstabenwiese schreibt:

      Häfeli, das klingt auch nett, lieber Ernst. 🙂

      So groß war ich nicht, das täuscht. Im Gegenteil, ich war meistens die Kleinste.
      Danke schön. *freu*
      Ja, der Blick. *lach* Ich glaube, ich war etwas ungeduldig, weil ich noch für ein Foto rumstehen musste, während die anderen schon hineingingen. 🙂
      Ich konnte als Kind ganz schön böse gucken, wenn ich genervt war. Als Ausgleich dafür konnte ich aber auch besonders süß lächeln. 🙂

      Herzliche Grüße,
      Martina

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  24. Traveller schreibt:

    ein wundervoll meditativer Text, Martina
    ich habe inzwischen auch das Gefühl, dass die Zeit fliegt
    umso wichtiger ist es – finde ich – den Moment bewusst wahrzunehmen

    I-Dötzchen, ja, das sagte man bei uns auch – ich glaube, das ist ein typischer Ausdruck aus dem Rheinland
    irgendwo muss ich auch noch ein Foto haben vom ersten Schultag; eine konkrete Erinnerung daran fehlt, aber es gibt eine Menge Erinnerungen an die Grundschulzeit
    und ich staune, wie lange das schon her ist – gelebte Zeit, ja !

    lieben Gruß
    Uta

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    • buchstabenwiese schreibt:

      Danke schön, liebe Uta. 🙂

      Oh ja, das ist sooooo lange her. Irgendwie unvorstellbar.
      Ich erinnere mich leider auch nicht mehr an den ersten Schultag. Meine Erinnerungen an diese Zeit sind generell sehr gering.

      Schön, dass du wieder da bist.
      Liebe Grüße,
      Martina

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