Kennt ihr schon meine neue Figur?

Yogalina-KopfNicht meine Figur im körperlichen Sinne. So schnell greift der Sport nun auch wieder nicht, zumal ich ja normal bin, also von der Figur her zumindest. Nein, hier geht es um eine gezeichnete Figur. Ich habe sie vorläufig Maya Move genannt, weil der Name, der mir spontan in den Sinn kam, leider für eine Webseite genutzt wird. *schmoll*

Seit Tagen spukt es mir schon im Kopf herum, wie ich die Szene mit Pepper auf der Matte beim Work-out zeichnen könnte. Ich beneide Menschen, die mal eben zack-zack-zack etwas gezeichnet haben. Ich bin da leider kein Profi, aber es juckte mir in den Fingern. So hatte ich die Szene zunächst mit Irmi versucht … na ja, in meiner Vorstellung sah das witzig aus, aber in der Realität … nein, es war nicht wirklich gut.

Gestern kam mir dann eine Idee:

Ich könnte mich vor den Spiegel stellen und einfach mal eine Skizze machen, wie eine Figur in Trainingsklamotten überhaupt aussehen könnte, eine grobe Vorlage sozusagen.  

Wie immer, wenn ich eine Idee habe, mag ich sie am liebsten schnell und unproblematisch umsetzen. Also schnappte ich mir einen aufgerissenen Briefumschlag, der auf meinem Schreibtisch herumlag, und einen Bleistift, stellte mich vor den Spiegel und zeichnete …

Yogalina-Rohskizze-Web

Ich war vom Ergebnis überrascht. Obwohl sie völlig unperfekt und relativ einfach gezeichnet ist, und die Figur Klumpfüße hat, gefällt mir die Dynamik irgendwie. Vielleicht wurde Maya deshalb so lebendig, weil nicht mal ICH von mir erwartet habe, dass ich auf einem ollen Briefumschlag im Stehen perfekt zeichne.  Ich befand mich also ohne Druck und völlig losgelöst vor dem Spiegel.

Danach habe ich mich hingesetzt und die Figur noch mal abgezeichnet. Dieses Mal auf ein vernünftiges Papier. Die Figur ist zwar etwas genauer geworden und ich mag sie auch, aber sie kommt mir nicht so lebendig vor, wie die „Hingeschmierte“.

Yogalina-stehend-web

Der nächste Schritt war, diese Figur liegend auf der Matte zu zeichnen. Also, das war gar nicht so einfach. Ich habe mich langsam herangetastet. Nach drei oder vier Versuchen war sie einigermaßen akzeptabel. Für mich jedenfalls.

Yogalina-liegend-Farbe-Web

Sicher könnte ich sie mit etwas Übung noch besser hinbekommen, aber sie gibt auf jeden Fall erst mal Peppers „Unterstützung“ beim Work-out wieder. Und das war es ja, was ich erreichen wollte.

Vielleicht sollte ich öfter zeichnen, denn trotz meiner Ungeduld, die in mir wohnt, macht es mir immer wieder Spaß.
Etwas ausprobieren, sehen, was dabei herauskommt, über das Ergebnis lächeln …

P1600296-Web

Außerdem ist Zeichnen eine von den Tätigkeiten, bei denen ich vollkommen auf das konzentriert bin, was ich tue. Ich bin eins mit der Situation, eins mit mir, eins mit der Welt. Im Hier und Jetzt. Da schleichen sich keine Gedanken hinein, die dort nichts zu suchen haben. Alles ist gut.

Ich wünsche euch ein zauberhaftes Alles-ist-gut-Wochenende im Hier und Jetzt, an dem ihr eins mit euch und der Welt seid.

So, und jetzt ziehe ich mich um und lege mich auf die Matte … unter Ausschluss der Öffentlichkeit natürlich …

   Martina Hildebrand


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Über buchstabenwiese

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52 Antworten zu Kennt ihr schon meine neue Figur?

  1. Monika schreibt:

    Wie sage ich immer so schön zu meinen Workshopteilnehmerinnen, „Vielleicht steckt ja im Unperfekten die Vollkommenheit. Schickt eure innere Perfektionistin mal in die Sonne … die soll einfach ein bisschen in der Hängematte relaxen“ 😉

    Maya Move ist KLASSE …

    Ich wünsche Dir ebenfalls ein zauberhaftes Alles-ist-gut-Wochenende 😆

    …….¸.•´¸.•´¨) ¸.•*¨)-:♥:-
    ……(¸.•´ Liebe Grüße ¸¸.•¨¯-:♥:-
    …………..`•.Monika.•´ -:♥:-

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    • buchstabenwiese schreibt:

      Danke schön, liebe Monika. *freu* 🙂
      Der „Schwung“ beim Zeichnen ist auch anders, wenn die Perfektionistin gerade auf dem Mond weilt, oder in der Karibik unter der Sonne. 🙂

      „Vielleicht steckt ja im Unperfekten die Vollkommenheit“ … das gefällt mir sehr.
      Oh, meine innere Perfektionistin, erhebt Einspruch. *g* War ja zu erwarten. Ich ignoriere sie jetzt einfach mal. 😉

      Liebe Grüße in dein Alles-ist-gut-Wochenende,
      Martina ♥

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      • Anna schreibt:

        Vielleicht steckt im Unperfekten die Vollkommenheit? Das werde ich mir mal hinter die Ohren schreiben. Stecke gerade völlig in der Perfektionismusfalle. *seufz*

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        • buchstabenwiese schreibt:

          Ja, die Perfektionismusfalle. Sie überkommt mich oftmals noch immer beim Schreiben. Dann überarbeite ich noch mal und noch mal und noch mal und noch mal und am Ende gefällt es mir gar nicht mehr. 🙂 Dann finde ich, dass ich überhaupt gar nicht schreiben kann. *seufz*
          Aber hin und wieder habe ich mittlerweile die Perfektionistin in mir im Griff. Und ich gestatte mir unvollkommen zu sein. Was ich ja eh bin. 🙂

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      • Monika schreibt:

        Im Perfekrionistin ignorieren bin ich fast perfekt ;:lol: … meine schmollt jetzt 😉

        Perfekte Sonnen-Wochenende Grüße an dich

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  2. meinesichtderwelt schreibt:

    Superschöne Schilderung, eins sein mit sich und seinem Tun, sich über das Ergebnis freuen! Toller Einstieg in dein Alles-ist-gut-Wochenende im Hier und Jetzt, und in meins 🙂 Liebe Grüße und viel Spaß beim „Maya Move“n

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  3. kowkla123 schreibt:

    im Bild ein glückliches Mädchen, so erscheint mir deine Figur, wünsche dir einen guten Tag, Klaus

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  4. zentao schreibt:

    das finde ich ganz gut – wobei mir die erste Figur mit dem Klumpfuss (:-)) am besten gefiel – die hat so was natürliches
    Liebe Grüsse Erwin

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  5. wordsfromanneli schreibt:

    I love it!!

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  6. Beate Neufeld schreibt:

    Mir gefällt die erste Zeichnung eindeutig besser, sie wirkt lebendiger, hast Du klasse gemacht!!!
    Eins sein mit mir. ja so geht es mir in der Natur, beim Fotografieren und beim Schreiben und beim Fotos bearbeiten. . .
    Das ist ein wunderbares Gefühl.
    Ganz liebe Grüße und die besten Wünsche für Dein Wochenende von:
    Beate

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    • buchstabenwiese schreibt:

      Danke schön, liebe Beate. ♥
      Ja, so sehe ich das auch, sie wirkt lebendiger.
      Stimmt, beim Fotografieren und beim Schreiben ist es bei mir auch so. Da merkt man gar nicht, wie viel Zeit vergeht. Sie bleibt irgendwie stehen.

      Herzliche Grüße und ein zauberhaftes Wochenende wünsche ich dir,
      Martina

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  7. Cassiopeii schreibt:

    *likelikelike*

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  8. Liebe Martina, ja beim Zeichnen kann ich mich nur auf das „Stricheln“ konzentrieren und ich habe immer das Gefühl, dass der Kopf frei wird. An nichts denken zu müssen. Es ist wie Meditation.
    Ich kann das sehr gut nachempfinden.
    Liebe Grüße
    Iris

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    • buchstabenwiese schreibt:

      Mir fiel dabei auch schon der Begriff „Zeichenmeditation“ ein, liebe Iris. 🙂
      Beim Fotografieren und beim Schreiben ist es bei mir auch so. Dann tauche ich in eine andere Welt.

      Liebe Grüße und ein schönes Wochenende wünsche ich euch,
      Martina

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  9. einfachtilda schreibt:

    Zeichnen sollte ich mal wieder, aber im Moment will ich sooooooooooo viel und Fotos bearbeiten kannst auch ein künstlerischer Ausdruck werden, so man es künstlerisch bearbeiten möchte, aber alles braucht seine Zeit und deine erste Zeichnung ist wahrhaft klasse geworden…ein fröhliches Menschenkind 😉

    LG Mathilda ♥

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    • buchstabenwiese schreibt:

      Das kenne ich, liebe Mathilda. Ich kann mich manchmal nicht entscheiden, was von den vielen Dingen ich jetzt machen will. 😳
      Auch Fotos machen kann künstlerisch sein, finde ich. Wenn man nicht einfach nur drauflosknipst, sondern sich etwas dabei denkt – nach dem Motto: was hat der Künstler sich dabei gedacht? 😉 – und es auf besondere Weise umsetzt, dann hat das auch eine künstlerische Seite.

      Danke schön. 🙂 Ja, ein fröhliches Menschenkind. 🙂

      Liebe Grüße,
      Martina ♥

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  10. minibares schreibt:

    Liebe Martina,
    Maya Move ist eine super Frau, die gefällt mir.
    Das Bild mit Pepper durch den Tunnel ist genial.
    Genau so hatte ich es mir vorgestellt, Obwohl der Po dabei auch hoch war, stimmts?
    Du kannst so schön zeichnen, ich bin immer wieder begeistert.
    Ganz liebe Grüße
    Bärbel

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  11. Anna schreibt:

    Die Figur auf dem Umschlag gefällt mir auch einen Trick besser. Bewundernswert, wie schnell du das umgesetzt hast. Zeichnen ist für mich die Königsdisziplin und ich bekomme nur selten das hin, was ich im Kopf habe. Aber es stimmt:Das ist eine Tätigkeit, bei der nichts anderes im Kopf Platz hat. Zeichenmeditation. 🙂

    Du hast wirklich ein beneidenswert künstlerisch-kreatives Händchen. 🙂

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    • buchstabenwiese schreibt:

      Genau, Zeichenmeditation. 🙂
      Ach, liebe Anna, ich bekomme auch selten zeichnerisch das umgesetzt, was ich im Kopf habe. Hat wohl auch ein bisschen mit meiner Ungeduld zu tun. Denn natürlich möchte ich das zack-zack-zack gezeichnet haben. 😳
      Ich hätte so gerne das Feld mit Highheels und Pepper vorneweg „umgepflügt“. 😉 Aber an diese Zeichnung habe ich mich gar nicht erst gewagt. 🙂

      Danke schön. *freu* 😳 🙂

      Liebe Grüße 😉
      Martina

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  12. Gabi schreibt:

    Mir gefällt Deine Maya Move. Sie wirkt so fröhlich und unbeschwert.

    Liebe Grüße
    Gabi

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  13. Anna-Lena schreibt:

    Maya Move ist wirklich gelungen! Wenn sie uns auch mit Übungen im Sinner richtiger Körperhaltung versorgt, bekommt sie den Bloggersport-Award 🙂 .

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  14. mitlucyumdenblog schreibt:

    „Maya Move“ ist wirklich ein passender Name für die Dame – ob nun hingeschmiert oder nicht 🙂 Allerdings gefällt mir erstere auch ein ganz klein wenig besser. Du solltest also öfter einfach mal was hinschmieren, ich seh´s mir gerne an, denn zeichnen kann ich überhaupt nicht. Aber siehst Du: So, wie Du Dich wohl beim Zeichnen entspannst, so fühle ich mich beim Sport ….und beim Gassi-Gehen (meistens;-)) 1001 Grüße diesmal von Sylvie

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    • buchstabenwiese schreibt:

      Danke dir, liebe Sylvie. 🙂
      Ich denke, ich werde das „Hinschmieren“ bei Gelegenheit noch mal ausprobieren. Es interessiert mich, was da so bei rauskommt. 🙂

      Ja, beim Gassi-Gehen kann ich meist auch entspannen, wenn uns niemand mit Hund entgegenkommt. 😉 Allerdings ist es eine andere Art von Entspannung. Beim Zeichnen oder Fotografieren oder Ähnlichem bin ich konzentriert entspannt. 🙂 Da bleiben die Gedanken einfach weg. Beim Gassi-Gehen kommt mir hier ein Gedanke und dort einer. Was aber nicht negativ ist. Im Gegenteil. Ich habe mich in der Vergangenheit oft mit Dingen auseinandergesetzt, wenn ich mit Pepper so allein auf weiter Flur war.
      Manchmal, wenn ich gut drauf bin, dann fühle ich mich auch so richtig gut und eins mit der Natur, bin voller Glücksgefühle.
      In der letzten Zeit höre ich oft Hörbücher bei der Hunderunde. Da bleiben dann meistens die Gedanken auch weg und ich bin ganz im Hörbuch. Na ja fast. Ein Auge auf Pepper habe ich immer. 🙂

      Bei mir ist der Sport zurzeit noch (?) eher anstrengend als enspannend. 😉 Aber ich fühle mich dabei trotzdem gut.

      Liebe Grüße,
      Martina

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  15. Träumerle Kerstin schreibt:

    Oh wie fein, Du hast Dir wirklich die Mühen gemacht und gezeichnet. Nun kannst Du uns immer zeigen bzw. aufmalen, wie Du Sport treibst. Wir lächeln dann darüber und nutzen somit auch Muskeln – die Lachmuskeln – ist doch auch Sport, oder? 🙄
    Liebe lachende Grüße von Kerstin.

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    • buchstabenwiese schreibt:

      Und ob das Sport ist, liebe Kerstin. 😉 Außerdem ist Lachen auch noch gesund. Ich werde mal sehen, ob ich hier und da mal etwas zeichne, zu eurer Belustigung. 😉 Im Moment fehlt es mir aber ein wenig an Zeit.

      Liebe Grüße,
      Martina

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  16. Waldameise schreibt:

    Schön hast du das gemacht, liebe Martina, und deine Erfahrungen zeigen dir, dass du weitermachen sollst. Mich erinnert die erste Zeichnung auch irgendwie an langweilige Sitzungen, in denen ich meinen Notizblock immer vollgekritzelt habe und danach überrascht war, was dabei rausgekommen ist. Viel Spaß weiterhin beim Zeichnen und Sporteln

    wünscht dir
    die Waldameise

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  17. Hase schreibt:

    Liebe Martina,
    das ist ja wunderschön, was Du da gezeichnet hast
    die „Leichtigkeit des Seins“ fällt mir spontan ein.
    Ich freue mich , wenn Du sprudelst an Ideen und Deine Fähigkeiten mit uns teilst.
    Alles Liebe und Gute
    herzliche Grüße
    Erika 🙂

    …. und einen fetten Schleck an Pepper

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  18. Brian68Channing schreibt:

    Liebe Martina,
    mir gefällt deine Zeichnung sehr gut, übrigens alle die du hier eingestellt hast. Ich habe mir jetzt ein Bild vorgenommen – eigentlich vier – die ich nach Zahlen male. Es ist sehr anstrengend, aber auch sehr schön. Ich muss mich da voll konzentrieren und das ist gut für meine Seele und natürlich auch für meinen Geist.
    So entdeckt man immer wiedern neue Eigenschaften, die verborgen lagen – ich habe schon eine Zeit lang Aquarelle gemalt, aus freier Hand, doch das hat mir nicht so gefallen. Aber nach wei vor schreibe ich Gedichte und freue mich immer, wenn ich dann angenehme Kommentare erhalte:
    Hier ein neues:
    Sonnenschein
    Der Sonne Schein erhellt,
    gibt Freude uns und Glück:
    Oh, lass die Strhalen uns umgeben
    in dunklen Tagen
    die uns beghegnen.
    @ Brian

    Liebe Grüße Brian

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    • buchstabenwiese schreibt:

      Herzlichen Dank, lieber Brian. Das freut mich.

      Manchmal muss man einfach mal was Neues ausprobieren. Wenn man es probiert hat, weiß man, ob es einem zusagt oder nicht. Ich glaube, Aquarelle liegen mir auch nicht so. Ich mag am liebsten Zeichnen. Ich habe auch Leinwände hier und Acrylfarben, aber wenn ich dann vor einer leere Leinwand stehe, dann weiß ich nicht, wie und was ich malen soll. Da fehlt es mir irgendwie an Inspiration. 🙂 Und wenn ich dann irgendwas „male“, dann bin ich meist unzufrieden. Malen nach Zahlen wäre da natürlich was anderes. Meine Nichte macht so was auch. Ein wenig neugierig bin ja. 🙂 Vielleicht probiere ich es auch mal. Irgendwann. Alles auf einmal geht ja auch wieder nicht. 🙂

      Dein Gedicht ist ein Licht in dunklen Tagen. Sehr schön.

      Liebe Grüße,
      Martina

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  19. Michaela schreibt:

    Ich finde das Klasse!
    Zeichnen hat etwas schönes, entspanntes…manchmal wünschte ich das ich mehr Zeit hätte für viele Dinge die mir eigentlich wichtig sind…

    Ganz lieben Gruß aus den Bergen, Michaela

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    • buchstabenwiese schreibt:

      Danke dir, liebe Michaela. 🙂
      Ja, das wäre wirklich schön. Wobei ich mich eigentlich nicht beklagen kann. Ich habe die Möglichkeit mir immer wieder Zeit für die eigentlich wichtigen Dinge zu nehmen. Wenn da nicht immer das schlechte Gewissen wäre, dass noch so viel anderes zu tun ist. *seufz*

      Lieben Grüße in die schönen Berge 🙂 ,
      Martina

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  20. ernstblumenstein schreibt:

    Also ich habe einige Antworten beim beim scrollen überflogen, wie ich das immer mache. Aufgefallen ist mir auch, dass deine 1. Zeichnung vor dem Spiegel ungeheuer leger, originell und gekonnt daherkommt.
    Dann hast Du dich gesetzt, ein gutes (was heisst gut?) Papier genommen und genau (was heisst genau?) gezeichnet. Herausgekommen war dann die schöne, aber alltägliche 2. Zeichnung. Sie hat mich im Gegensatz zur ersten nicht angesprochen. Die Begriffe „gut“ und „genauer“ sagen also bezüglich dem Resultat überhaupt nichts aus.
    Dein Beitrag hat mir wieder einmal den Begriff Perfektionismus vor Augen geführt. Er kommt überall in unserem Leben vor und macht vielfach (nicht immer) die Resultate gleich welcher Art schlechter.
    Danke für deinen Beitrag. Ernst

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    • buchstabenwiese schreibt:

      Gerne. 🙂

      Das ist völlig okay, lieber Ernst, ich lese auch nicht alle Antwortkommentare in euren Blogs. Dazu würde meine Zeit nicht reichen. Nur hier und da lese ich diese mal. 🙂

      Über die erste Zeichnung war ich selbst sehr überrascht, sollte sie doch nur eine grobe Vorlage werden.
      Obwohl ich annehme, dass deine Fragen in Klammern eher rethorisch gemeint sind, antworte ich mal darauf. Ich kann einfach nicht anders, es steckt in mir drin. 🙂
      Es war kein wirklich gutes Papier, daher schrieb ich vernünftiges… eigentlich ist es nur ein normaler einfacher Malblock, nichts Besonderes, aber eben kein Umschlag zum einfach nur Hinkritzeln. 🙂 Ich glaube bei solch einem Umschlag hat man weniger Hemmungen einfach etwas hinzukritzeln, da es ohnehin ein Papier ist, das man wegwerfen würde. So ist man lockerer, gelöster. Ich sollte immer auf gebrauchten Umschlägen zeichnen. 🙂
      Genaue Zeichnung … vielleicht wäre sorgfältige, kontrollierte Zeichnung die treffendere Aussage?

      Aber die – ich würde fast sagen – philosophische Aussage dahinter finde ich faszinierend. Perfekt ist nicht unbedingt besser, nicht dann, wenn es um Lebendigkeit geht. Gerade die kleinen Fehler, die sind es, die uns von anderen unterscheiden und uns so menschlich und lebendig und sympathisch machen. Ich finde auch, dass die erste Figur fast mit dem Betrachter kokettiert, ihn anspricht. Während die zweite still und nett dasteht.

      Ich gehe davon aus, dass ein Profizeichner, auch die zweite Figur mit mehr Details lebendig gezeichnet hätte. Aber das bin ich ja nun mal nicht. Beim zweiten Zeichnen sollte die Figur besonders gut werden, also habe ich mit weniger „Schwung“ gezeichnet, auf mehr Genauigkeit geachtet und schon habe ich mein Gehemmtsein auf die Figur übertragen. 🙂

      Ich finde es immer wieder spannend, wie man vollkommen ungeplant und überraschend auf solche Erkenntnisse stößt. So ist das Leben. Unvollkommen und überraschend. 🙂

      Danke für deinen anregenden Kommentar.

      Liebe Grüße,
      Martina

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      • ernstblumenstein schreibt:

        Deine interessanten Gedanken haben mich bewogen, meine und deine Antwort zweimal zu lesen, um nochmals den „Faden“ aufnehmen zu können. Versteh mich richtig, ich habe dich nicht kritisiert oder meinte/wollte es so überhaupt nicht. Es ist deshalb nicht nötig, dass Du dich rechtfertigst wegen meinem Kommentar. 🙄

        Es war eher philosophisch gemeint und ich fand es interessant, etwas „tiefer“ zu gehen. Du hast es am Schluss auf den Punkt gebracht : Gerade weil Du es so gut werden sollte, hast Du dein Gehemmtsein auf die Figur übertragen (oder die Lockerheit verloren).

        Ich habe auch das Gefühl, dass heutzutage alles perfekt daherkommen muss, was dann vielfach zu Lasten der Lockerheit, Originalität, Unbekümmertheit und Spontanität geht. Die Gefahr der Angleichung (schöner Einheitsbrei) ist in vielen Fällen gegeben.
        Der Gedankenaustausch war auch für mich spannend. Danke. Ernst

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        • buchstabenwiese schreibt:

          Rechtfertigen wollte ich mich eigentlich nicht. Ich neige dazu, alles genau erklären zu wollen. Da kommt hin und wieder die Perfektionistin in mir durch, die ich eigentlich glaubte perfekt im Griff zu haben. 🙂

          Was das perfekt Daherkommen angeht, da bin ich etwas hin- und hergerissen. Ja, einerseits wird erwartet, dass alles und alle perfekt ist/sind. Bei dem Druck geht tatsächlich das Lockere und Unbekümmerte verloren. Leider. Andererseits wird heutzutage auch erwartet, dass man sich selbst verwirklicht, was auch immer das heißen mag. Was in gewisser WEise auch Druck verursacht. Jeder will plötzlich berühmt werden, aus dem Einheitsbrei hervorstechen. Man sehe sich nur die vielen Casting Shows in den verschiedenen Bereichen an. Etwas Normales tun ist nicht mehr in, genügt nicht mehr. Man muss sozusagen aus der Masse hervorstechen, was nicht immer etwas mit Selbstverwirklichung zu tun haben muss. Doch fällt es noch auf, wenn alle aus der Masse hervorstechen? Ist das nicht auch Einheitsbrei?
          Und ja, dabei muss man natürlich möglichst auch perfekt sein. 🙂 Am besten Allroundtalent. Nur eine Sache gut können genügt nicht. Das kann ja jeder.
          Es ist schon schwer heutzutage originell zu sein.
          Man stelle sich eine Menschenansammlung vor, in der alle grau tragen, bis auf einer. Der Eine trägt rot, weil er rot mag und dazu steht. Ja, der gilt als originell, er fällt auf.
          Doch plötzlich wollen das alle. Auffallen. Nun tragen alle rot, auch die, die es nicht mögen. Ist das noch originell? Mit rot fällt man jedenfalls nicht mehr auf. Rot ist das neue Grau. Vielleicht würde man nun auffallen, wenn man grau trägt. 🙂
          Das bleibt natürlich nicht unbemerkt. Nun will jeder ganz individuell sein, perfekt. Alle tragen verschiedene Farben und die Menge ist bunt. Irgendwie auch ein Einheitsbrei auf dem ersten Blick.

          Oh, nun habe ich mich von meinen Gedanken mitreißen lassen und weitergesponnen.
          Nicht perfekt, aber was solls. 😉

          Liebe Grüße,
          Martina

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  21. winnieswelt schreibt:

    Leider muss ich dir sagen, dass ich MAYA MOVE schon nicht schlecht finde, aber Mirabella bleibt mir die liebste!

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Immer her mit den Buchstaben. :-) Danke schön. ♥

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