Schicksalsblätter …

Ist das Leben vom Schicksal vorbestimmt?

Vor einiger Zeit hat der Autor Oliver Drewes über Monikas Blog Blogger für sein Buch „The Indian Secret“ gesucht. „Das Geheimnis der Schicksals- und Palmblattbibliotheken“.

Palmblattbibliotheken? Was ist das denn? 
Ich konnte mir anfangs nichts darunter vorstellen. Ich war also sehr gespannt, was es damit auf sich hat.
So habe ich mich bei Herrn Drewes gemeldet und prompt ein Buch zugeschickt bekommen.

An dieser Stelle meinen herzlichen Dank an Oliver Drewes für das Rezensionsexemplar. 

Hier ist nun das Ergebnis meiner Neugier …   

„The Indian Secret“ von Oliver Drewes

Der Autor begibt sich auf die Reise nach Indien, Sri Lanka und Bali, um dem Geheimnis der Schicksals- und Palmblattbibliotheken auf die Spur zu kommen. Sind sie wirklich echt oder ist es Humbug? Wie ist es möglich, dass das Schicksal der heute lebenden Menschen schon vor Jahrtausenden von Sehern aufgezeichnet wurde?
Mit vielen Fragen im Gepäck sucht er ein paar der Bibliotheken auf und lässt sich von Palmblattlesern seine eigenen Schicksalsblätter vorlesen.
Vorherrschend beschäftigen Herrn Drewes Fragen wie:
Gibt es den freien Willen oder wird unser Leben vom Schicksal bestimmt?

Wodurch ist unser Leben ggfs. vorbestimmt und wie viel Raum gibt es dann noch für den freien Willen?

Als ich „The Indian Secret“ angefangen habe zu lesen, bin ich davon ausgegangen, dass sich der Inhalt hauptsächlich um das Geheimnis der Schicksals- und Palmblattbibliotheken drehen würde. Der Titel ist hier etwas irreführend. Es handelt sich vielmehr um ein Reisetagebuch, in dem der Autor seine Erlebnisse auf den Reisen zu den Bibliotheken und während der Palmblattlesungen festgehalten hat.

Das Buch ist in drei Teile gegliedert : „Die Schicksals- und Palmblattbibliotheken in Indien“, „Die Reise zur Palmblattbibliothek auf Sri Lanka“ und „Die Reise zur Palmblattbibliothek auf Bali“.

Der Autor hat sich sehr viel Mühe mit dem Buch gegeben und einiges an Informationen für die Leser zusammengestellt. Zu jeder Reise listet er die Adressen der Bibliotheken und Hotels auf und am Ende gibt er noch den ein oder anderen wertvollen Reisetipp.
Schön finde ich auch, dass sich in der Mitte des Buches ein paar Seiten mit Farbfotos von den verschiedenen Bibliotheken und den Palmblättern befinden. So hat man eine kleine Vorstellung davon, wie sie aussehen.

Die Sitzungen bei den jeweiligen Bibliotheken werden sehr genau wiedergegeben. So kann man sich ein gutes Bild davon machen, wie eine Palmblattlesung abläuft.
Allerdings hätte ich gerne ein wenig mehr über den Inhalt erfahren und inwieweit der Inhalt der Lesung zutreffend ist. Das kommt mir persönlich zu kurz.

Während der Reisen finden immer wieder Dialoge zwischen dem Autor und seiner Reisebegleitung Christian statt. Es geht um Themen wie Willensfreiheit, Reinkarnation, Karma, Quantenphysik usw.
Eigentlich sehr interessante Themen. Doch nicht bei jedem Gespräch konnte ich so folgen, wie ich es gern getan hätte. Leider.
Während der Schreibstil der Reiseerlebnisse gut zu lesen ist, kamen mir die Dialoge stellenweise etwas gestelzt vor.
Die kursive Schrift, in der alle Dialoge in diesem Buch gehalten sind, empfand ich für die Augen als sehr anstrengend, da die Schrift ohnehin schon klein ist und es sich um längere Textpassagen handelt. Hier hätte ich eine normale Schrift bevorzugt, zumal es unnötig ist, Gespräche zusätzlich zu den üblichen Merkmalen hervorzuheben.

Fazit:

Es ist vermutlich kein Buch für jedermann, aber das soll und kann es vielleicht auch gar nicht sein.
Das Geheimnis der Schicksals- und Palmblattbibliotheken kommt für mich in dem Buch zu kurz.
Wer jedoch gerne Reisetagebücher liest und es liebt, sich mit den philosophischen Fragen des Lebens zu befassen, wird gefallen an dem Buch finden.
Wer darüber hinaus selbst solch eine Reise im Sinn hat, dem kann ich „The Indian Secret“ nur ans Herz legen. Er erfährt in dem Buch, worauf er sich einlässt und findet nützliche Tipps inklusive wichtiger Adressen.

Wer nun neugierig geworden ist, dem kann ich Oliver Drewes Internetseite „Schicksalsbibliotheken“ empfehlen. Dort gibt es u.a. auch eine Leseprobe. 

Nun wünsche ich euch allen noch einen wunderbaren Abend, vielleicht bei einem guten Buch …

Martina Hildebrand

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Über buchstabenwiese

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18 Antworten zu Schicksalsblätter …

  1. einfachtilda schreibt:

    Danke für deine Ausführung und die wundervollen Fotos!!

    LG Mathilda ♥

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  2. Traveller schreibt:

    ich mag deine Rezensionen (auch wenn die Bücher oft nicht so meine wären)

    lieben Gruß
    Uta

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    • buchstabenwiese schreibt:

      Danke, liebe Uta. 🙂
      Ich probiere auch gerne mal was aus, was ich noch nicht so kenne.
      Was das Lesen angeht, bin recht vielfältig. 🙂 Es muss nur gut und spannend geschrieben sein. Aber natürlich habe ich auch eine Richtung, die ich am liebsten mag. 🙂 Krimis, Thriller, Geheimnisvolles, Rätselhaftes. 🙂

      Liebe Grüße,
      Martina

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  3. kowkla123 schreibt:

    Krimis, Thriller, Geheimnisvolles, Rätselhaftes. das ist genau meine Richtung, aber so einen Seitenblick kann man ja auch mal wagen, alles Gute, KLaus

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  4. twinsie schreibt:

    Deine Fotos sind ein Traum und danke für deine interessanten Buchausführungen!

    Liebe Grüße
    Eva

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  5. frieda schreibt:

    Ein tolles Blatt-Bild ganz am Anfang!!

    Und das mit den Palmblättern klingt recht spannend…

    Man merkt wirklich, du bist eine Leseratte 😉
    Ich finde lesen eher „anstrengend“ (mental-energiemäßig oder wie man das beschreiben soll) – beschränke mich auf Dinge, die mich ganz doll interessieren, eben weil meine Ressourcen da recht schnell erschöpft sind. „Hören“ fällt mir da leichter.

    Grüsse an diesem (sonderbar diesigen) Hebsttag
    von frieda 🙂

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    • buchstabenwiese schreibt:

      Danke schön, liebe Frieda. *freu*
      Ich spazierte so da lang und da fiel es mir gleich ins Auge. Da musste ich unbedingt ein Foto machen. 🙂

      So ist jeder anders, liebe Frieda. Ich habe schon immer gerne gelesen. Aber auch nur das, was mir gefällt. 🙂 Zum Hören gibt es ja mittlerweile auch jede Menge Hörbücher. Ist manchmal auch sehr schön, da kann man sich einfach berieseln lassen. 🙂

      Liebe Grüße aus dem Regenland Heinsberg (gestern Nebel, heute Regen),
      Martina

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  6. Anna-Lena schreibt:

    Es ist zwar auch nicht nach meinem Geschmack, aber ich freue mich, dass du es vorgestellt hast.

    Abendgrüße von
    Anna-Lena

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  7. Monika schreibt:

    Ich finde auch es in ein super Reiseführer …

    Dir ein wundervolles Sonne-im-Herzen-Wochenende

    ,•’„.’ •,•’„.’•,
    ’•, ’ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ. •’
    …..`’•,,• liche Grüße
    Monika

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  8. kowkla123 schreibt:

    möchte mich da anschließen und dir eine gute Woche wünschen, KLaus

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  9. kowkla123 schreibt:

    und heute einen nicht zu gruseligen Tag, KLaus

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Immer her mit den Buchstaben. :-) Danke schön. ♥

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