Schneckentempo

„29. März 2012.“
Ich schreibe dieses Datum in mein Kreativbuch und fasse es kaum.
Wieder sind etliche Tage vergangen, an die
ich mich kaum erinnern kann.
Das Zeitrad dreht und dreht sich, jagt die Minuten, Stunden, Tage und Wochen.
Da wird mir allein beim Zusehen schwindlig.
Hypnotisiert starre ich das Rad an. Es scheint mich einzuschläfern. Wie in Zeitlupe schleppe ich mich voran, und wenn ich aufwache, sind Tage vergangen.

Ich blicke auf den Kalender vor mir. Eine Schnecke sitzt auf einem Grashalm und betrachtet die Welt.
Wie passend! Eine Schnecke, die sich mit ihrem Schleim am Halm festsaugt und nur mühsam kriechend vorankommt.
Wenn ich es recht bedenke, fühle ich mich wie sie.

Was eine Schnecke wohl empfindet, wenn sie Ameisen und Käfer an sich vorbeiflitzen sieht? Oder, wenn Hummeln, Bienen und Schmetterlinge an ihr vorbeifliegen und –flattern?
Ob sie sich dann so fühlt wie ich?


Martina Hildebrand 

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Über buchstabenwiese

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Dieser Beitrag wurde unter > Die ganze Buchstabenwiese, Alltägliches, Die Zeit, Gezeichnet, Innenwelten, Tierisch veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

40 Antworten zu Schneckentempo

  1. Helmut schreibt:

    Also deine Schnecke sieht jeden Fall toll aus. Danke für die schöne Zeichnung. Bei mir fliegt die Zeit nur so dahin. Ich werde eine schöpferische Pause einlegen, um eine Nachricht zu verdauen. Tja, manchmal ändert sich was auch über Nacht.

    Salut
    Helmut

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    • buchstabenwiese schreibt:

      Freut mich, dass dir meine Schnecke gefällt, lieber Helmut.

      Du hast eine schlechte Nachricht erhalten? Hm. Das klingt nicht gut. Ich drücke dich mal ganz lieb aus der Ferne.

      Liebe Grüße an dich,
      Martina

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  2. Mathilda schreibt:

    Liebe Martina,

    es gibt so Zeiten, da geht gar nichts, da macht nichts Spaß, auch wenn die Sonne scheint.
    Irgendwann wird es besser, man kann es nicht erzwingen und deshalb mach es wie die Schnecke und beobachte die Käfer, vielleicht sind die gar nicht so schnell, eben nur stark beschäftigt.

    Alles Gute für dich und liebe Grüße

    Mathilda ♥

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    • buchstabenwiese schreibt:

      Liebe Mathilda,

      das stimmt, es gibt so Zeiten. *seufz* Ich finde aber, das hat nun lange genug angedauert. Ich möchte wieder Lust auf etwas haben und die Energie. Kannst du dir vorstellen, dass ich nicht mal Lust zum Fotografieren hatte, als die Sonne so schön schien und die ersten Blüten sich entfalteten?
      Auch hatte ich keine Lust mir im Gartencenter ein paar schöne Blumen für den Garten zu kaufen. Das sind Dinge, die mich sonst motivieren. Aber nix.

      Aber du hast Recht, man kann nix erzwingen. Gute Idee, ich sehe einfach eine Weile den Käfern und Schmetterlingen zu. 🙂 Und vielleicht zeichne ich noch ein bisschen.

      Danke für deine lieben Zeilen.

      Liebe Grüße,
      Martina

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    • M. schreibt:

      M. hat Recht. es gibt Zeiten, da geht gar nichts. Und man kommt gegen das ganze Unlustigsein nicht an. Aber schau nach vorn. Alles hat seine Bestimmung und seine Ursache. Ich jedenfalls freue mich, dass du hier bist, auch wenn es im Moment nur schneckenmäßig vorangeht. Fühl dich umarmt. Mandy

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    • buchstabenwiese schreibt:

      Danke dir, liebe Mandy.
      Schön, wieder etwas von dir zu lesen. Man macht sich ja doch so seine Gedanken.

      Liebe Grüße an dich,
      Martina

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  3. Beate Neufeld schreibt:

    Ich lass Dir einen lieben Gruß hier. So ist das Leben, manchmal hat man das Gefühl die Zeit rast an einem vorbei und man selber kommt nicht vom Fleck, dabei ist doch alles eingenbunden in den Lebenskreislauf, auch Dürrezeiten gehören dazu.
    Wenn man drin steckt oft nicht leicht zu akzeptieren.
    Sei herzlich gegerüßt ♥ Beate

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    • buchstabenwiese schreibt:

      Ja, das stimmt, liebe Beate, wenn man drin steckt, ist es nicht leicht zu akzeptieren.
      Und trotzdem lässt es sich nicht so einfach ändern. Bleibt wohl nichts anderes, als es erst mal zu aktzeptieren und das Beste draus zu machen.
      Danke für deine lieben Grüße und Zeilen.

      Liebe Grüße,
      Martina

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  4. Monika schreibt:

    Die Schnecke ist sehr erdverbunden. Ihr Haus hat die Form einer Spirale. Symbolisch kann man die Spirale als Weg in die eigene Mitte deuten.

    Manchmal ist es ganz gut, wenn man sich in die eigene Mitte zurückzieht und sich nicht von der betriebsamen Hektik anstecken lässt, die überall um uns herum ist. Wie heißt es so schön „In der Ruhe liegt die Kraft“ … Geniess die Zeit der Ruhe … meist liegt in der Ruhe die größte Veränderung 😉

    Ich wünsche dir ein sonniges Wochenende

    ,•’„.’ •,•’„.’•,
    ’•, ’ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ. •’
    …..`’•,,•liche Grüße
    Monika

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    • buchstabenwiese schreibt:

      🙂
      Also ist es gut, wenn ich mich gerade wie eine Schnecke fühle, liebe Monika. 🙂
      Ja, wenn man es so betrachtet. 🙂
      Wenn ich nur innerlich auch so ruhig wäre.

      Danke dir.

      Ich wünsche dir ebenfalls ein sonniges Wochenende.
      Herzliche Grüße,
      Martina

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  5. kowkla123 schreibt:

    so fühlst du dich, glaube mir, das geht nicht nur dir so, man muss auch warten können und mit Optimismus wieder starten, es wird immer ein vorwärts geben, KLaus

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    • buchstabenwiese schreibt:

      Oh ja, lieber Klaus, warten und Geduld haben, das sind nicht gerade meine Stärken. 🙂
      Aber, nichts bleibt wie es ist, nicht wahr und somit wird dieser Zustand auch nicht ewig anhalten.

      Liebe Grüße,
      Martina

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  6. april schreibt:

    Aber die Schnecke lacht doch ganz fröhlich. Ich glaube, sie ist mit ihrem Dasein zufrieden. Man kann nicht so sein wie die anderen. Aber ich verstehe schon, dass du dir mehr Energie und Motivation wünschst. Es kommt bestimmt wieder.
    LG, April

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    • buchstabenwiese schreibt:

      Ja, das tut sie, liebe April. Ich zeichne auch viel lieber fröhliche Gesichter. 🙂
      Man muss auch nicht sein wie die anderen. Genau, nur mehr Energie und Motivation hätte ich gerne. Dann würde mir Vieles leichter fallen.

      Liebe Grüße,
      Martina

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  7. Hallooo liebe Martina,
    als erstes bringe ich Dir mal T wieder, vielleicht brauchst Du es noch 🙂

    Wenn ich Deine Zeichnung so sehe und Deinen Blog lese und auch Deine Fotos betrachte, dann denke ich: Sie hat doch Energie. Sie kann toll zeichnen, hat einen Blick für Motive und ihr Schreibstil ist toll! Die Energie in Dir versteckt sich scheinbar ab und an, aber ganz sicher ist sie bald wieder da!

    Übrigens haben wir im Dorf auch keinen Laden (außer einen kleinen Hofladen, der manchmal auf hat) – aber ebenfalls eine Feuerwehr, sie auch sehr aktiv ist 😉

    Ich hätte auch blau gewählt aber Mikai wollte lieber rot 😉

    Meine Hundis gehen übrigens auch im Winter ins Wasser. Ist so passiert im Dezember an der Ostsee….manchmal sind sie eben nicht ganz normal 😉

    Viele liebe Grüße zu Dir und ein schönes Wochenende
    Katinka

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    • buchstabenwiese schreibt:

      Danke fürs Zurückbringen, meine liebe Katinka. 🙂
      Man kann ja nie wissen, so ein „T“ kann sehr wertvoll sein. Was würde wohl aus dem „Trost“ ohne „T“ . 😉

      Wow, danke, so viele Komplimente auf einmal, da lugt doch glatt die Energie mal kurz um die Ecke und winkt dir zu. 🙂

      Ein Hofladen, immerhin. 🙂 Und eine aktive Feuerwehr? Dann fällst du also auch manchmal vom Stuhl, wenn die Sirene plötzlich losgeht?

      Tja, so kleine Bären haben eine Menge Eigensinn. Da kann man nix machen. 🙂
      Hundis auch. 😉

      Ganz herzliche Grüße und ein wunderschönes Wochenende wünsche ich dir,
      Martina

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  8. Hase schreibt:

    Liebe Martina,
    danke Dir für das schöne Bild und auch Deine Zeilen.
    Auch wenn die Energie fehlt, es ist doch etwas da. Das Leben . Du kannst atmen, ein – und aus. Mehr braucht man manchmal nichtl. Ich bin auch sehr langsam in allem und die anderen, ach , was die alles machen, rennen, schaffen. Ich bleibe bei mir und manchmal bin ich auch innerlich nicht ruhig. Ich werde ruhig, wenn ich beten kann und spüre, dass ich gehalten werde. Das gibt mir Kraft.
    Wenn ich singe im Chor, das ist auch eine Befreiung und die vielen netten Menschen. Wir haben am WE ein Probewochenende gehabt. Es war anstrengend, aber auch schön .“ Und wenn ein Lied Deine Lippen verlässt“ , das lernen wir grad. Ich schick Dir die Melodie rüber aus meinem Herzen.
    Sei lieb gegrüßt
    und zeichne ruhig noch mehr
    Ich mag Schnecken , wegen ihrer Langsamkeit
    Es muss auch Schnecken geben!
    Schneckengrüße von Erika

    Schleckwuff an Pepper 🙂

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    • buchstabenwiese schreibt:

      Gerne, liebe Erika, und danke schön, fürs Lied und so. 🙂 Die Melodie hat sich gleich in meinen Kopf verirrt. 🙂 Zumindest ein paar Noten.

      Na ja, ein bisschen mehr als ein- und ausatmen – was natürlich erst mal äußerst wichtig ist – möchte ich schon können. 🙂
      Wie hat schon Hans Christian Andersen gemeint: „Leben ist nicht genug, sagte der Schmetterling. Sonnenschein, Freiheit und eine kleine Blume gehören auch dazu.“ 🙂
      Aber klar, es gibt Zeiten, da zieht man sich in eine dunkle Höhle zurück und es geschieht nicht mehr, als einfach „nur“ zu atmen.
      Ich muss auch nicht so sein wie andere, das war ich nie und werde es auch nie sein. Wie heißt es so schön: Andere gibt es schon genug. 😉

      Danke für deine lieben Zeilen und ich wünsche dir ein wunderbares Wochenende.
      Herzliche Grüße von Schnecke zu Schnecke 😉
      Martina

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  9. ernstblumenstein schreibt:

    Was für eine tolle Zeichnung und was für passende, tiefsinnige Gedanken zur „Eigenheimbe-sitzerin“ du wieder gekreierst hast – einfach Spitze. Wie du dann noch Buchstaben an Buchstaben reihen kannst und daraus treffende Texte entstehen lässt, da ist ganz viel Kreativität da und die schöpfst du vielleicht trotzdem aus vorhandener Energie – wer weiss? Vielleicht tankst du auch aus dem rasenden Zeitrad die nötige Ruhe, die ein Mensch auch immer wieder braucht? Schicke einmal einen solchen Beitrag an eine geeignete Zeitschrift, dein Talent als Karikaturistin ist gegeben. Ich sende dir Grüsse und wünsche dir eine frohe Osterzeit. Ernst.

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    • buchstabenwiese schreibt:

      Danke schön, lieber Ernst. *freu*
      Da weiß ich gar nicht, was ich dir antworten soll. Auf jeden Fall freue ich mich sehr über deine Zeilen. Ich werde sie wohl noch ein paar mal lesen. 🙂

      Ich wünsche dir ebenfalls eine wunderbare freudige Osterzeit.
      Herzliche Grüße,
      Martina

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  10. Hase schreibt:

    P.s. Das Lied heißt natürlich : „Und wenn ein Lied meine Lippen verlässt“
    heute fehlt mir auch die Energie, es ist kalt geworden und der Kopf ärgert mit Migräne….
    ein schönes Wochenende …. Nein, nicht jammern
    Liebe Grüße
    Erika 🙂
    die Schnecke gefällt mir wirklich sehr, ich wollte sie schon abzeichnen…….

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    • buchstabenwiese schreibt:

      🙂 Ich wusste aber gleich welches Lied du meinst. Der kleine Fehler ist mir gar nicht aufgefallen.
      Öh, Migräne ist gar nicht schön. Ich wünsche dir gute Besserung. Hoffentlich verflüchtigt sie sich bald.
      Och ja, manchmal muss man auch jammern. Tut auch mal gut, das rauszulassen. Schafft wieder Platz für schönere Gedanken. 🙂
      Freut mich, dass dir die Schnecke so gut gefällt. Was hindert dich daran, sie abzuzeichnen?
      Liebe Grüße,
      Martina

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  11. ikasand schreibt:

    Hallo Martina,
    ja, auch ich komme mir manchmal wie im Schneckentempo vor.
    Und ich habe mir sagen lassen, die Zeit rennt mit zunehmenden Alter immer mehr.
    Also, stell Dich schon mal drauf ein.
    ich weiß wirklich nicht, was wir dagegen tun können. *seufz* 😉
    Liebe Grüße
    Ika

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  12. Ika schreibt:

    Hallo Martina,
    ist mein Kommentar nun angekommen?
    Word Press spinnt immer noch…
    Gruß
    Ika

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    • buchstabenwiese schreibt:

      Ja, ist er, liebe Ika. Und dieser hier auch. Dieser hier sogar mit deiner Verlinkung.
      Das tut mir sehr leid, dass WP beim Kommentieren auf meinem Blog so viel Ärger verursacht. 😦
      Ich finde das ganz schön ärgerlich, wenn meine mir lieb gewordenen Leser und Leserinnen nicht mehr problemlos kommentieren können und ich nichts daran machen kann.
      Liebe Grüße,
      Martina

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  13. GZi schreibt:

    Ach, so süße Schnecke!!! ja, auch hier rast die zeit und mir wird schwindelig bei Zusehen. ich bemühe, Schritt zu halten, auch wenn mir das nicht immer gelingt, zumal zusätzlich zum rasanten zeitverlauf auch noch viel Besuch da ist 🙂 Aber 1. wollte ich den ja und 2. ist es lieber Besuch 😉 Gleichwohl… ich bin ganz gut mit meinen Dingen im Zeitrahmen, es war schon schlimmer – aber es ist immer noch verbesserungsfähig 😉 Bleiben wir also dran!

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    • buchstabenwiese schreibt:

      🙂
      Liebe Gesa,
      ich habe es mittlerweile aufgegeben Schritt zu halten. Ich bin nicht schwindelfrei. 😉 Nur meine Kraft und meinen eigenen Rhythmus wiederzufinden, da bleibe ich natürlich dran. 🙂
      Ich wünsche dir eine wunderbare Woche und ein bisschen Zeit für dich selbst.
      Herzliche Grüße,
      Martina

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  14. frieda schreibt:

    Moin Martina,
    wie ich sehe, hast du die Schnecke selbst gezeichnet?? Wirklich genial!
    Hm, wie sich eine Schnecke fühlt? Gute Frage… Ich glaub, die Gesellschaft heutzutage ist schon so dermaßen auf der Überholspur, dass der Mensch kaum noch mithalten kann. Schneller, höher, krasser, lauter, weiter, mehr….. Da ist so ein Schneckentempo vielleicht mitunter gesünder als so ein panisches Gehetze. Naja, das passt aber nur im übertragenen Sinne. Wenn so’n Vögelchen dran vorbei schießt, ist das ja „normal“ und nicht gehetzt. Hm, seltsam – weiß auch nicht.
    Hab auch mal gehört, je mehr man im „Jetzt“ ist, desto „länger“ kommt einem die Zeit vor. Und wenn sie schnell vorbei rast, war man mehr im „morgen“ oder „gestern“ oder sonstwo. So ähnlich wie bei Kindern, denen kommt so ein Tag noch viel länger vor – weil sie im „Jetzt“ sind. Ist aber nur ein Aspekt, kann natürlich auch noch ganz andere Zusammenhänge geben.

    Soweit mal,
    Grüsse von der frieda 🙂

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    • buchstabenwiese schreibt:

      Hi, liebe Frieda.
      Ja, die Schnecke habe ich selbst gezeichnet, weil ich ein Bildchen passend zum Text brauchte. Freut mich, dass sie dir gefällt. 🙂

      Es ist viel Wahres dran, an dem, was du schreibst.

      Zur Überholspur: Ich halte es auch nicht für gesund stets mit dem Tempo mitzuhalten, was uns heute so vorgegeben wird. Man kann immer mal einen Sprint einlegen, macht ja auch mal Spaß, aber man braucht auch immer wieder Ruhepausen und auch mal eine normale „Gangart“, die wiederum bei jedem unterschiedlich sein kann. Sind ja nicht umsonst so viele Menschen krank. Für die wirklich wichtigen Dinge bleibt kaum Zeit.

      Bei technischen Artikeln wird diese Schnelligkeit sehr gut sichtbar. Sobald man etwas Neues gekauft hat, ist es eigentlich schon wieder alt. Dabei hat man es sich gerade mühsam zusammengespart und stolz das Neueste vom Neuesten erstanden. Doch schon wird dir wieder etwas GANZ Neues um die Ohren geschlagen, DIE Sensation überhaupt, was du unbedingt besitzen solltest, wenn du mitreden können willst. Alle Nase lang wird irgendein Produkt „verbessert“. Möglichst schnell, bevor der Konkurrent es tut. Was auch immer die manchmal unter verbessern verstehen. 😉 Irgendwie hält nichts mehr lange an und verliert zu schnell seinen Wert. Ich habe manchmal das Gefühl, dass diese Wertlosigkeit auch auf den Menschen übertragen wird. Der eine funktioniert nicht mehr so gut, ist erschöpft? Ach, da nehmen wir doch einfach einen anderen.
      Na ja, die Leute sind ja auch alle mit vielen Dingen beschäftigt, die die Welt nicht braucht, das lenkt von den eigentlich Bedürfnissen des Menschen wunderbar ab. 🙂

      Und wenn man dann mal aus dieser beschäftigten Welt durch den Verlust eines geliebten Menschen herauskatapultiert wird, dann steht man plötzlich am Rand da, sieht zu und versteht das Ganze Getue um unwichtige Dinge gar nicht mehr. Und wenn man einmal stehen bleibt, dann ist es ganz schön schwer sich wieder in all die rennenden Menschen, die kaum noch um sich gucken, einzureihen. Da wird man glatt umgerannt. Und wer hat schon Zeit, dir beim Aufstehen zu helfen… 🙂

      Das mit dem „im Jetzt sein“, ja das ist auch immer wieder ein Thema. *seufz*

      Liebe Grüße an dich,
      Martina

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  15. Eben 😉

    Ja, die Feuerwehr ist sehr aktiv – und sehr gesellig 🙂
    Ich erschrecke nicht bei der Sirne – höchstens bei dem Gejaule, das B.alou dann immer anstimmt 😉

    Ja, wie wahr – sie haben alle ihren eigenen Kopf, das ist ja auch gut so 🙂

    Grüße Deine Energie von mir 🙂

    Einen schönen Start in die (kurze) neue Woche wünsche ich Dir
    Viele Grüße
    Katinka

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    • buchstabenwiese schreibt:

      Grins. Stimmt ja, das Gejaule von B.alou. 🙂
      Am Meisten erschrecke ich mich, wenn der „dicke Hund von Gegenüber“, der meinen armen Peppi mal gebissen hat, bellt und Pepper dann plötzlich und unglaublich laut für solch einen kleinen Hund in unsere herrliche Stille hineinbellt. Da falle ich wirklich manchmal vom Stuhl. 🙄 Vor allem, wenn ich gerade konzentriert schreibe oder so. Und wenn der Dicke nicht aufhört zu bellen, dann rastet Pepper hier drin aus und rennt in halsbrecherischem Tempo die Treppe runter, um an der Terrassentür zu gucken und Krawall zu schlagen. 🙄
      Da bekomme ich ihn kaum beruhigt. *seufz* Pepper hat richtig Stress, sobald er den Dicken hört, sieht oder riecht. Ich kann ihn ja verstehen, aber es nervt. Das wäre ein Fall für Martin Rütter. 🙂

      Ich wünsche dir ebenfalls einen schönen Start in die neue Woche.
      Liebe Grüße,
      Martina

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  16. Träumerle Kerstin schreibt:

    Ach Martina, das klingt wieder so sehnsüchtig. Sehnsucht nach Energie, nach Lust am Leben, nach Freude an den schönen Dingen. Manchmal rast die Zeit und manchmal steht sie fast still. Erlebt man etwas Schönes, verfliegt die Zeit. Und in unangenehmen Situationen oder wenn es einem schlecht geht, dann werden Sekunden und Minuten zur Ewigkeit. Aber das wird wohl jedem so gehen.
    Vielleicht kommt Deine Energie zurück, wenn die Sonne länger scheint. Wenn Du im Garten sitzen kannst, wenn ihr grillt, das Essen im Freien eingenommen werden kann. Wenn ihr Ausflüge plant. Viele „Wenn´s“ – aber ich wünsche es Dir von Herzen.
    Danke für die lustige Schnecke.
    Liebe Grüße von Kerstin.

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    • buchstabenwiese schreibt:

      Gerne, liebe Kerstin.
      Ich fühle mich manchmal wie in einem Raum eingeschlossen, in dem die Zeit stehen bleibt. Und wenn ich aus dem Raum heraustrete, dann ist doch irre viel Zeit vergangen, ohne dass ich es bemerkt habe. *seufz*
      Einen Trost gibt es: Nichts bleibt wie es ist. Also, besteht die Hoffnung, dass es wieder anders, besser wird. 🙂
      Danke für deine lieben Wünsche.

      Herzliche Grüße,
      Martina

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  17. minibares schreibt:

    Wenn dir danach ist, der Schnecke zu folgen, warum nicht?
    Es muss nicht immer alles so fix gehen. Diese Welt ist eine verdammt schnelle geworden.
    Lass es langsam gehen, dann kommst du wieder „in Tritt“

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  18. andrea2110 schreibt:

    Liebe Martina, ein Satz hat mich ganz besonders angesprochen: „Was eine Schnecke wohl empfindet, wenn sie Ameisen und Käfer an sich vorbeiflitzen sieht?“ Ich bin sicher, wenn Du so schnell wie Speedy Gonzales unterwegs wärst, dann hättest Du diesen wunderbaren Gedanken niemals gedacht… Allerliebste immer-im-richtigen-Tempo-unterwegs-Grüsse Andrea

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  19. Traveller schreibt:

    was für eine zauberhafte Schnecke, Martina

    sich in einem zeitlosen Raum eingesperrt zu fühlen, stelle ich mir scheußlich vor
    und wenn man dann die vergangene Zeit plötzlich bemerkt wie durch ein geöffnetes Fenster, das erschreckt sicher, das macht wütend und traurig, oder?

    aber du weißt ja auch, dass diese Phasen vorübergehen (wofür sie unterschiedlich viel Zeit brauchen) – ich wünsche dir also Geduld und einen baldigen und anhaltenden Energieschub
    und jetzt lese ich weiter um zu sehen, wie es dir inzwischen geht

    lieben Gruß
    Uta

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Immer her mit den Buchstaben. :-) Danke schön. ♥

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